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Bausch erklärt neuen "Radar-Tronçon"
Auf der N11 bei Waldhof wird das Tempo künftig an zwei Stellen gemessen.

Bausch erklärt neuen "Radar-Tronçon"

Bild: Guy Jallay
Auf der N11 bei Waldhof wird das Tempo künftig an zwei Stellen gemessen.
Lokales 01.02.2019

Bausch erklärt neuen "Radar-Tronçon"

Auf der N11, der Echternacher Strecke, soll bis zum Herbst eine Abschnittskontrolle installiert werden. So soll das neue Verkehrsüberwachungsmodell funktionieren.

(jt) - François Bausch, Minister für Mobilität und Innere Sicherheit (Déi Gréng), hat am Donnerstag weitere Details zum geplanten Streckenradar auf der N11 bekannt gegeben. Demnach soll der "Radar-Tronçon", voraussichtlich im Herbst, auf einer 4,2 Kilometer langen Strecke zwischen Waldhof und Gonderingen installiert werden. Auf diesem Abschnitt ist das Tempolimit für Autofahrer auf 90 Stundenkilometer festgesetzt, für Lkw gilt eine Maximalgeschwindigkeit von 75 km/h. 

Die Strecke gilt laut Bausch immer noch als unfallträchtig – obwohl seit 2016 ein fix installierter Blitzer vor der Ortseinfahrt Gonderingen steht. Zwischen 2011 und 2017 gab es auf dem Straßenstück zwischen Waldhof und Gonderingen 19 Unfälle mit insgesamt drei Toten und vier Schwerverletzten. Für 2018 liegen noch keine Zahlen vor. "Vereinzelte mobile Kontrollen der Polizei auf dieser Strecke zeigen, dass noch immer viele Vorstöße vorkommen", erklärt Bausch in einer parlamentarischen Antwort an den Abgeordneten der Piratenpartei, Marc Goergen.

Im Gegensatz zum herkömmlichen, fest installierten Blitzer, misst der "Radar-Tronçon" die Geschwindigkeiten zwei Mal: am Anfang und am Ende des Abschnitts. Das bedeutet, dass abruptes Abbremsen vor dem Radargerät nicht vor einer Strafe schützt. Beim ersten Messpunkt wird das Kennzeichen des vorbeifahrenden Fahrzeugs erfasst und an die zweite Durchfahrtstelle geschickt. Beim Verlassen des Abschnitts wird dann eine Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet – sollte diese über der maximal erlaubten Geschwindigkeit liegen, wird das Fahrzeug fotografiert und der Besitzer darf bald darauf mit Post von der Polizei rechnen. 

In Sachen Datenschutz erklärt Bausch, dass "alle Informationen von Fahrzeugen, die nicht zu schnell unterwegs waren, direkt gelöscht werden". Es sei "technisch nicht möglich, diese Informationen für andere Zwecke zu verarbeiten". Allerdings können, so der Minister, Polizei und Justiz gemäß "allgemeiner rechtlicher Prinzipien im Rahmen von strafrechtlichen Ermittlungen" auf Beweiselemente, die durch Radargeräte erzeugt werden, zurückgreifen.



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