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Baulücken: Esch könnte Diekirch nachahmen
Lokales 19.06.2020

Baulücken: Esch könnte Diekirch nachahmen

Der Schöffenrat der Stadt Esch erwägt, die Grundsteuer auf Baulücken drastisch zu erhöhen.

Baulücken: Esch könnte Diekirch nachahmen

Der Schöffenrat der Stadt Esch erwägt, die Grundsteuer auf Baulücken drastisch zu erhöhen.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 19.06.2020

Baulücken: Esch könnte Diekirch nachahmen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Vor Jahren hat die Stadt Esch eine Gebühr auf leerstehenden Wohnraum eingeführt. Bis heute konnte sie nicht eingetrieben werden. Deshalb überlegt der Schöffenrat, einen anderen Weg einzuschlagen.

Der Escher Gemeinderat hat seine Traditionen. Jedes Mal, wenn über die Abschlusskonten für ein vergangenes Jahr abgestimmt werden muss, kommt auch die Diskussion über die Gebühr auf leerstehenden Wohnraum und Grundstücke wieder auf. Das war auch am Freitag der Fall. 

Die Gebühr wurde 2012 eingeführt, allerdings wurde sie bisher nie angewendet. Jedes Jahr müsse sich die Stadt deswegen eine neue Antwort für das Innenministerium einfallen lassen, kritisierte Rat Marc Baum (Déi Lénk). 

Bürgermeister Georges Mischo (CSV) erklärte, dass das größte Problem darin bestehe, die Informationen über die Eigentümer zu bekommen. Dies aus Datenschutzgründen. 

Beispiel Diekirch

Deshalb wolle die Gemeinde jetzt einen anderen Weg einschlagen und voraussichtlich dem Beispiel der Stadt Diekirch folgen. Deren Gemeinderat hatte im März eine 20-fache Erhöhung der Grundsteuer auf bebaubaren Parzellen beschlossen.  


Claude Haagen,LSAP.Foto:Gerry Huberty
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Der Escher Schöffenrat habe sich vor der Corona-Pandemie darüber beraten. Diese Überlegung will er wieder aufnehmen und den Gemeinderat zu gegebenem Zeitpunkt informieren, so Mischo. 

Aussagen, die eher positiv von Marc Baum und Vera Spautz (LSAP) aufgenommen wurden. 

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