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Baufirma für Abriss gesucht
Lokales 2 Min. 15.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Restaurant A la petite marquise

Baufirma für Abriss gesucht

Die Fassade der Ruine wird wegen ihres schlechten Zustands wohl identisch wieder aufgebaut.
Restaurant A la petite marquise

Baufirma für Abriss gesucht

Die Fassade der Ruine wird wegen ihres schlechten Zustands wohl identisch wieder aufgebaut.
Foto: Anne-Aymone Schmitz
Lokales 2 Min. 15.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Restaurant A la petite marquise

Baufirma für Abriss gesucht

Anne-Aymone SCHMITZ
Anne-Aymone SCHMITZ
Die Gemeinde Echternach wird in der nächsten Woche den Abriss der Bauruine „A la petite marquise“ öffentlich ausschreiben.

(asc) - Das einstige „Hôtel-Restaurant A la petite marquise“ am Marktplatz von Echternach wird bald Geschichte sein. Im April wurde die Gemeinde offiziell Eigentümer des Gebäudekomplexes. Bei einem Treffen gestern Morgen, um eine Zwischenbilanz der bisherigen Arbeiten des Stadtmarketings vorzustellen, gab der Bürgermeister der Abteistadt, Yves Wengler, weitere Details bekannt.

Nächste Woche wird der „appel à candidature“ für den Abriss der Bauruine ausgeschrieben. Sobald der Gemeinderat einen Bewerber mit dem Gebäudeabriss beauftragt hat, können die Genehmigungen für die Beseitigung der Bauruine beantragt werden. Läuft alles nach Plan, dann soll die Abrissbirne schon nach dem Sommerurlaub im Baugewerbe in Aktion treten.

Alte Pläne werden beibehalten

Bis mit dem Bau des neuen Immobilienkomplexes begonnen werden kann, werden allerdings noch einige Monate verstreichen. Die Gemeinde wird an dem einst von der Firma Parador eingereichten Projekt festhalten.

Yves Wengler erklärt warum: „Während der gesamten Dauer des appel à candidature und bis zum Auftakt der Abrissarbeiten werden wir parallel dazu die bestehenden Pläne anpassen. Der bereits vom Gemeinderat gebilligte Einzelbebauungsplan, der von der damaligen Firma Parador ausgearbeitet worden war, wird beibehalten. Die vom Büro ,gmp Architekten‘ aus Aachen angefertigten Pläne werden jedoch angepasst.“ Auf einer Gesamtfläche von 7.000 Quadratmetern werden unter anderem auf 2.650 Quadratmetern etwa 30 Wohneinheiten entstehen sowie auf 1.100 Quadratmeter Geschäftsflächen und 32 Stellplätze in einer einstöckigen Tiefgarage.

„Um eventuell zusätzlichen Parkraum in diesem Innenstadtbereich zu schaffen, werden wir prüfen lassen, inwiefern ein zweites Untergeschoss in der Tiefgarage gebaut werden kann“, sagt Yves Wengler.

Der Zustand des Gebäudes hat sich seit der Schließung des Gastronomiebetriebes zusehends verschlechtert.
Der Zustand des Gebäudes hat sich seit der Schließung des Gastronomiebetriebes zusehends verschlechtert.
Foto: Anne-Aymone Schmitz

Damit das Erscheinungsbild des Marktplatzes erhalten bleibt, soll die Fassade bestehen oder identisch wieder aufgebaut werden. Wegen des schlechten Zustands der Gemäuer wird die Fassade der „Petite marquise“ wohl eher konform zur alten Fassade wieder aufgebaut werden müssen.

Der Zeitplan des Projekts

Und wie geht es nach dem Abriss weiter? Nach dem Abriss der Gemäuer im Herbst wird bis zum Monat November dieses Jahres die definitive Projektvorlage ausgearbeitet. Im Januar kommenden Jahres werden dann die Bauarbeiten ausgeschrieben und bis September nächsten Jahres erfolgt der wettbewerbliche Dialog, bei dem der für die Errichtung des Immobilienkomplexes geeignete Bewerber ermittelt wird. Voraussichtlich im Oktober kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten in Angriff genommen werden. Nach zweijähriger Bauzeit sollen die Räumlichkeiten im Juli des Jahres 2020 bezugsfähig sein.

Die Wohnungen in den drei Obergeschossen sollen voraussichtlich zu Preisen von um die 5.000 Euro pro Quadratmeter an Privathaushalte verkauft werden – der Preis erklärt sich durch den hohen Preis des Terrains von fünf Millionen Euro.

Die Gemeinde bleibt Besitzer der Läden im Erdgeschoss, die Räume werden vermietet. Nach den Vorstellungen des Gemeinderats sollen dort wieder Gastronomiebetriebe und Geschäfte eingerichtet werden.

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