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Ban de Gasperich: Ein „Leuchtturm“ am Stadtrand
Nur noch wenige Meter fehlen bis das Gerüst vollständig abgebaut ist.

Ban de Gasperich: Ein „Leuchtturm“ am Stadtrand

Foto: Guy Jallay
Nur noch wenige Meter fehlen bis das Gerüst vollständig abgebaut ist.
Lokales 01.10.2017

Ban de Gasperich: Ein „Leuchtturm“ am Stadtrand

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Er ist fast fertig gebaut und ist längst zu einer Landmarke geworden: der 68 Meter hohe Wasserturm im Ban de Gasperich.

(nas) -  Einfach und doch elegant: Nachdem das Gerüst am neuen, 68 Meter hohen Wasserturm im Ban de Gasperich Meter für Meter abgebaut worden ist, kommt dessen strahlend weiße Fassade richtig zum Vorschein.

Noch verbleiben wenige Meter, bis das besondere Bauwerk vollständig zu sehen ist. Dochbereits jetzt wird erkennbar, dass der Turm, der nach den Plänen des „Atelier d’Architecture et de Design Jim Clemes“ errichtet worden ist, aufgrund der hellen Metallkonstruktion wie ein Kunstwerk an sich wirkt. Hinter den Mauern befindet sich allerdings ein Wasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 500 Kubikmetern.

Der Turm wurde auf einer Fläche von 27 Ar am Boulevard Kockelscheuer sowie in der Achse der drei Autobahnen in Richtung Belgien, Luxemburg und Deutschland realisiert. In direkter Nähe befinden sich die Postgebäude sowie das künftige nationale Rugby- und Fußballstadion. Der Kostenpunkt für dieses Vorhaben beläuft sich auf 8,7 Millionen Euro.

74 Meter, 427 Stufen und 1 000 Kubikmeter Wasser

Die Bauarbeiten für den Wasserturm wurden im Herbst 2015 aufgenommen. Danach wuchs das Bauwerk, das auf einer Fläche von 27 Ar errichtet wurde, im Viertagestakt in die Höhe. Im Juni vergangenen Jahres hatte das Bauwerk bereits eine Höhe von 48 Metern erreicht. Im Dezember war der Turm schließlich mit den letzten Elementen auf seiner endgültigen Höhe von 68,5 Metern angekommen. Mitsamt Keller wird sogar eine Gesamthöhe von 74 Metern erreicht, dies mit einem Durchmesser von 15,4 Metern.

Die einzelnen Etagen sind via Aufzug oder eine Treppe – mit insgesamt 427 Stufen – zu erreichen. Noch in diesem Herbst soll der Turm in Betrieb genommen werden.

Der Bau des Turms drängte sich mit der Realisierung des neuen Stadtviertels Ban de Gasperich sowie des neuen nationalen Fußball- und Rugbystadions in Kockelscheuer auf. Durch das zusätzliche Volumen von 1 000 Kubikmetern – die Becken werden mit Wasser der Sebes gespeist – soll der Wasserturm „Tubishaff“ in Cessingen entlastet werden.


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