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Badeunfall: Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe
Lokales 24.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Badeunfall: Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe

Am Unfalltag waren etwa 3 000 Personen am Badeweiher in Remerschen.

Badeunfall: Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe

Am Unfalltag waren etwa 3 000 Personen am Badeweiher in Remerschen.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 24.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Badeunfall: Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe

Haben sich Personen im Zusammenhang mit dem tödlichen Badeunglück in Remerschen der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht? Diesen Vorwurf will die Staatsanwaltschaft nun überprüfen.

(m.r.) - Die Staatsanwaltschaft hat neue Einzelheiten zu den Ermittlungen zum tödlichen Badeunfall Ende Juni in Remerschen bekannt gegeben. So sei die Polizei damit beauftragt worden, zu ermitteln, ob sich Personen in diesem Zusammenhang der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht haben.

Bekannte des 27-jährigen Portugiesen, der am 30. Juni in Remerschen ertrank, hatten in der Wochenzeitung "Contacto" das Badepersonal des Weihers beschuldigt, viel zu spät auf den Alarm reagiert zu haben. Die Gemeinde Schengen weist diese Version der Dinge allerdings vehement zurück. Die Bekannten hätten zunächst widersprüchliche Angaben über den Verbleib des Mannes gemacht.


Noyade Remerschen, le 29 Juillet 2018. Photo: Chris Karaba
Badeunglück in Remerschen: Notruf ging eine Stunde zu spät ein
Das Badepersonal des Weihers habe viel zu spät auf Alarm reagiert, sagen Bekannte jenes 27-jährigen Portugiesen, der am 30. Juni in Remerschen ertrank. Die Gemeinde Schengen will diese Version so nicht stehen lassen.

Laut dem Zeitungsartikel sah eine Bekannte den Portugiesen um 15.39 Uhr ins Wasser gehen. Kurz darauf sei er untergetaucht und nicht mehr an die Wasseroberfläche zurückgekehrt. Angaben des Corps grand-ducal d'incendie et de secours (CGDIS) zufolge traf der Notruf erst eine Stunde später, nämlich um 16.36 Uhr, ein. Demnach habe der Anrufer zunächst nur von einem Vermissten berichtet. Erst um 16.39 Uhr sei von einem Badeunfall die Rede gewesen. Am Tag des Badeunglücks waren etwa 3.000 Person am Baggerweiher. Von ihnen verständigte also niemand während dieser Stunde den Notruf - auch nicht die Bekannten des Opfers.

Wasserpflanzen sind nicht schuld

Aus dem Schreiben der Staatsanwaltschaft geht zudem hervor, dass bereits am Unfalltag ausgeschlossen werden konnte, dass die im Baggersee befindlichen Wasserpflanzen ("Wasserpest") eine Rolle bei dem Unglück gespielt haben. Auch Fremdeinwirkung konnte ausgeschlossen werden, sodass auf eine Autopsie verzichtet wurde. Es wurde nur eine Blutprobe entnommen. Die Staatsanwaltschaft geht also von einem Badeunglück aus.

Eine Bekannte des Opfers hatte gegenüber der Wochenzeitung "Contacto" gesagt, dass die Wasserpflanzen schuld am Unglück gewesen seien.

Das Badeunglück Ende Juni war nur einer von zwei tödlichen Unfällen in diesem Jahr in Remerschen. Am 29. Juli ertrank ein 53-jähriger Bulgare im Baggerweiher.


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