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Badeunfall in Remerschen: Rettungstaucher schnell vor Ort
Drei Stunden suchten Rettungskräfte und Taucher nach dem Vermissten, bis sie seine Leiche an Land zogen.

Badeunfall in Remerschen: Rettungstaucher schnell vor Ort

Foto: Pierre Matgé
Drei Stunden suchten Rettungskräfte und Taucher nach dem Vermissten, bis sie seine Leiche an Land zogen.
Lokales 2 Min. 02.07.2018

Badeunfall in Remerschen: Rettungstaucher schnell vor Ort

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Drei Stunden suchen Rettungstaucher den jungen Mann rund um die Schwimminsel, dann ziehen sie seine Leiche aus dem Wasser. Am Baggerweiher in Remerschen hat sich der erste tödliche Badeunfall des Jahres abgespielt. Ein 27 Jahre alter Belgier, der mit einer größeren Gruppe von Freunden den sommerlich-heißen Samstagnachmittag am Wasser verleben wollte, kehrte nicht mehr nach Hause zurück.

Tom Konsbrück, Leiter des Rettungszentrums Schengen, bedauert den Vorfall, bei dem zwölf Mitglieder seines Korps im Einsatz waren. Er betont aber, dass die Rettungstaucher schnell vor Ort waren. Das Taucherteam wurde per Polizeihubschrauber zum Baggerweiher geflogen. Im Internet hatten sich Badegäste entrüstet geäußert, die am Ufer standen und bei der Suche helfen wollten. „Das normale Vorgehen ist, das Terrain abzusichern“, sagt Konsbrück. „Wir haben das Personal des Weihers mit einbezogen. Es wäre aber viel zu riskant, fremde Badegäste bei den Rettungsmaßnahmen mitmachen zu lassen.“

Die Staatsanwaltschaft leitete umgehend eine Untersuchung ein, die am Montag bereits nahezu abgeschlossen war. „Alles deutet auf einen Unfall hin. Wir haben keinerlei Anhaltspunkte für einen strafrechtlich relevanten Hintergrund“, sagte Justizsprecher Henri Eippers. Heute würden noch weitere junge Badegäste aus der Gruppe des Verunglückten angehört.

Blutprobe entnommen

Eine Autopsie des Leichnams hat die Staatsanwaltschaft nicht beantragt. Allerdings habe die Polizei überprüft, inwieweit Alkohol im Spiel war. LW-Informationen nach wurde dem Leichnam eine Blutprobe entnommen. Sicher sei zudem, dass die schwimmende Spiellandschaft nicht zu dem Badeunfall geführt habe, sagte Henri Eippers. Die zu Beginn der Saison erweiterten Schwimminseln locken viele Badegäste nach Remerschen.

Laut dem Schengener Bürgermeister, Michel Gloden, wird der Schwimmbereich ständig von drei Betreuern überwacht – dies war auch an dem betreffenden Samstag so. Die Betreuer würden denn auch regelmäßig die Badegäste um Vorsicht bitten.

Nicht der erste Badeunfall

Der Badeunfall vom vergangenen Samstag ist allerdings nicht der erste, der sich in den letzten Jahren während der Sommermonate an den Baggerweihern von Remerschen ereignet:

Schon im August 2016 wäre ein dreijähriges Kind beim Baden dort fast gestorben.

Im Juli 2015 ertrank ein 16-jähriger Junge in dem Badeweiher, weil er nicht schwimmen konnte.

Im Juli 2009 kommt ein 28-jähriger Franzose  ebenfalls bei einem Badeunfall im Badeweiher ums Leben.




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