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Badeunfälle in Remerschen: Ermittlungen dauern an
Lokales 05.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Badeunfälle in Remerschen: Ermittlungen dauern an

Am 30. Juni war es in Remerschen zu einem tödlichen Badeunfall gekommen.

Badeunfälle in Remerschen: Ermittlungen dauern an

Am 30. Juni war es in Remerschen zu einem tödlichen Badeunfall gekommen.
Foto: Pierre Matgé/LW-Archiv
Lokales 05.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Badeunfälle in Remerschen: Ermittlungen dauern an

Zwei Personen sind in diesem Sommer in Remerschen ertrunken. Die Aufklärung der Fälle dauert an, wie die Regierung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage erklärt.

(SH) - Gleich zwei Personen waren in diesem Sommer bei Badeunfällen im Baggerweiher in Remerschen ums Leben gekommen. "Contacto" hatte im August in einem Artikel mehrere Missstände angeprangert. Die LSAP-Abgeordneten Franz Fayot und Alex Bodry hatten daraufhin eine parlamentarische Frage an mehrere Minister gerichtet.

In einer gemeinsamen Antwort weisen Arbeitsminister Nicolas Schmit und Innenminister Dan Kersch nun darauf hin, dass die Justizbehörden mit Ermittlungen befasst sind und die Regierung deshalb keine Stellung nehmen wolle. Weiter zitieren sie eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom 24. August diesen Jahres, in der betont wird, dass es sich bei dem Vorfall vom 30. Juni diesen Jahres um einen Badeunfall handelte. Auch hätte ausgeschlossen werden können, dass es wegen der Algen zu dem Unfall gekommen war. Es werde jedoch noch überprüft, ob sich Personen der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht hätten.

Innenminister Dan Kersch betont in dem Schreiben, dass die Rettungskräfte nach Eingang des Notrufs sofort und mit den erforderlichen Mitteln gehandelt hätten.

Unterschiedliche Vorschriften

Für Badeorte gebe es in Luxemburg unterdessen keine allgemeingültigen Sicherheitsvorschriften. Diese seien vielmehr in den einzelnen Betriebserlaubnissen aufgeführt. Über eine solche verfügt die Gemeinde Schengen für den Badebetrieb an den Baggerweihern.

Auf Nachfrage der Minister hin, hätte die Gemeinde Schengen erklärt, dass jene Person, die zum Zeitpunkt der Vorfälle für die Überwachung der Freizeit- und Sportzone zuständig war, neben einer langen Berufserfahrung vor Ort auch über mehrere Diplome und Befähigungsnachweise verfüge. So sei er Rettungsschwimmer (sauveteur), verfüge über ein Zertifikat, dass er zwei Stunden ohne Pause schwimmen kann und habe an mehreren Lehrgängen teilgenommen, so auch jenem zum Rettungshelfer (aide-sauveteur). Zudem werde zu Beginn jeder Saison eine Informationsversammlung für das Personal, das am Baggerweiher beschäftigt ist, abgehalten. Im Falle eines Ertrinkungsunfalles müsse das Personal einen Notruf abgeben, auch wenn bereits Bekannte des Opfers die Rettungskräfte verständigt hätten.

Weiter erklären die Minister, dass in Luxemburg die Badeerlaubnis nur aufgrund von gesundheitlichen Kriterien eingeschränkt werden könne. Dies sei etwa der Fall, wenn gesundheitsschädliche Blaualgen im Wasser nachgewiesen werden können. Dies sei in Remerschen nicht der Fall gewesen.



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