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Baden erlaubt
Lokales 25.06.2019

Baden erlaubt

Bei der Hitze eine gute Nachricht: Die Badegewässer haben zurzeit eine gute Qualität.

Baden erlaubt

Bei der Hitze eine gute Nachricht: Die Badegewässer haben zurzeit eine gute Qualität.
Pierre Matgé
Lokales 25.06.2019

Baden erlaubt

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Gewässer momentan in einem einwandfreien Zustand – Blaualgen sind bislang keine in Sicht

 Angesichts der aktuell hohen Temperaturen dürfte diese Meldung wohl niemanden traurig stimmen: Der Badespaß im Stausee an der Obersauer kann vorerst uneingeschränkt weitergehen. Nachdem im vergangenen Jahr ab Juli wegen massiver Blaualgenblüte jeglicher Wassersport untersagt wurde, bleibt das Stauseewasser zumindest vorerst klar. „Wir überprüfen die Wasserqualität im Stausee mit Beginn der Badesaison am 1. Mai regelmäßig, dabei werden vor allem die Werte der europäischen Badegewässerrichtlinie unter die Lupe genommen. Bisher ist alles in Ordnung und es sind keine Blaualgen in Sicht“, so Luc Zwank, beigeordneter Direktor des Wasserwirtschaftsamtes.

Regelmässige Kontrollen

Einmal pro Woche wird das Wasser per visueller Kontrolle inspiziert, zudem werden vorkommende Algenarten bestimmt sowie Temperatur, Chlorophylgehalt und Toxizität gemessen. „Sollten erhöhte Werte gemessen werden, wird sofort die Kontrollfrequenz erhöht, so Zwank. Das Aufkommen der Algenblüten, bei denen es sich eigentlich um Cyanobakterien handelt, hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für Schwimmverbote gesorgt und schadete dem regionalen Tourismus.


Algenteppich auf der Mosel vor der Schleuse Grevenmacher: Die Hitze treibt die Wassertemperatur in die Höhe.
Blaualgen in der Mosel festgestellt
Auch vor dem Schwimmen oder dem Ausüben von Wassersportarten in der Mosel wird nun abgeraten, da sich hier die für den Menschen gefährliche Cyanobakterien ausgebreitet haben.

Die Bakterien produzieren gewisse Toxine, also Giftstoffe, die sich im Oberflächenwasser konzentrieren. Diese können toxisch wirken. Es kommt zu Hautausschlag, Durchfall, Schwindelgefühl, ja selbst Leber und Gehirn können angegriffen werden. Phosphat, Sonne und Hitze Für das Entstehen der Bakterienteppiche sind vor allem Phosphateinträge verantwortlich. Zudem müssen verschiedene meteorologische Faktoren wie wenig Wind, hohe Temperaturen und wenig Niederschlag zusammentreffen.

Bisher waren der Badesee in Weiswampach und die Mosel von der Algenblüte betroffen. Potenziell möglich ist das Auftauchen der Algen auch in den Baggerweihern in Remerschen, allerdings sorgt die Frischwasserzufuhr dort für eine bessere Durchmischung des Wassers. Die aktuelle Qualität sämtlicher luxemburgischer Badegewässer kann über die Internetseite des Wasserwirtschaftsamtes eingesehen werden.


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