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Autofestival 2017: Alles im grünen Bereich
Adal-Präsident Ed Goedert, Nachhaltigkeitsminister François Bausch und Fégarlux-Präsident Philippe Mersch (v.l.n.r.).

Autofestival 2017: Alles im grünen Bereich

Foto: Pierre Matgé
Adal-Präsident Ed Goedert, Nachhaltigkeitsminister François Bausch und Fégarlux-Präsident Philippe Mersch (v.l.n.r.).
Lokales 16.01.2017

Autofestival 2017: Alles im grünen Bereich

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Nach einem hervorragenden Geschäftsjahr 2016 sehen die Branchenverbände Adal und Fégarlux dem anstehenden Autofestival - dem 53. seiner Art - und dem neuen Geschäftsjahr äußerst gelassen entgegen.

(MB) - Die Sorgen und Ängste der Luxemburger Autobranche scheinen verflogen. Beim traditionellen Adal- und Fégarlux-Empfang im Vorfeld des Autofestivals gab es zumindest von offizieller Seite keinerlei kritische Töne. Beim erstmals organisierten „Rundtischgespräch“ mit Adal-Präsident Ed Goedert und Fégarlux-Präsident Philippe Mersch, zu dem sich später noch der grüne Nachhaltigkeitsminister François Bausch gesellen sollte, herrschte Friede, Freude, Eierkuchen.

Für die Form eines Rundtischgesprächs habe man sich entschieden, um der ganzen Sache etwas mehr Dynamik zu verleihen, so die Verantwortlichen. Nun, wirklich dynamischer als die Pressekonferenzen der vergangenen Jahre war die neue Formel nicht unbedingt. Es wurde zwar viel gesprochen, wirklich Konkretes – vor allem Zahlenmaterial – gab es jedoch nur in sehr bescheidenem Maße. Nicht einmal die genauen Zulassungszahlen des vergangenen Jahres (50 561 Neuwagen) wurden präsentiert …

95 Prozent der Luxemburger kennen das Autofestival

Genannt wurden dafür unter anderem einige Zahlen aus einer TNS-Ilres-Umfrage, aus der unter anderem hervorging, dass immerhin – oder nur? - 95 Prozent der Luxemburger das Autofestival kennen. Interessant ist sicher auch die Tatsache, dass sich laut Philippe Mersch immerhin 50 Prozent der potenziellen Autokäufer vorab im Internet informieren.

Für Ed Goedert ein Grund für den nachlassenden Publikumsverkehr während des Autofestivals, aber sicher kein Grund zur Panik. „Die Leidenschaft spielt beim Autokauf schließlich immer noch eine besondere Rolle“, so Goedert.

Selbst der nicht gerade als Autonarr bekannte François Bausch gab sich am Montagabend sehr versöhnlich und meinte, dass das Auto auch in Zukunft immer eine wichtige Rolle spielen werde, auch wenn neue Formen der Mobilität hinzukämen.

Um ein völliges Zusammenbrechen des Verkehrs zu vermeiden, bedürfe es neben Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr auch Anstrengungen in Sachen Fahrgemeinschaften. Die Regierung werde diesbezüglich im September eine neue Plattform präsentieren. Besagtes Projekt soll aber bereits im Juni in die Pilotphase gehen, so Bausch.


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