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Autofahrer vor Gericht
Lokales 25.09.2018

Autofahrer vor Gericht

Der Wagen war am Morgen des 26. Juni 2016 in den Kreisverkehr gerast, hatte einen Hügel gerammt und war 30 Meter weiter inmitten des Rond-point gelandet.

Autofahrer vor Gericht

Der Wagen war am Morgen des 26. Juni 2016 in den Kreisverkehr gerast, hatte einen Hügel gerammt und war 30 Meter weiter inmitten des Rond-point gelandet.
Foto: Foto: Polizei/LW-Archiv
Lokales 25.09.2018

Autofahrer vor Gericht

Gilles SIEBENALER
Gilles SIEBENALER
Zwei Tote, ein Schwerverletzter, ein weiterer Insasse sowie ein Rettungssanitäter leicht verletzt: So die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am 26. Juni 2016 am Kreisverkehr Raemerich in Esch/Alzette ereignet hatte. Am Dienstag muss sich der Fahrer dafür vor den Richtern verantworten.

Dem 23-jährigen Mann, der beim Unfall am 26. Juni 2016 am Steuer saß, wird fahrlässige Tötung sowie fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Er soll damals viel zu schnell – mit circa 230 km/h – über die A4 gefahren sein, ehe er dann kurz nach 6 Uhr am Autobahnende die Kontrolle verloren hatte.


Verkehrsunfall in Esch/Alzette: Zwei Tote und ein Schwerverletzter
Am Sonntagmorgen ist es am Kreisverkehr Raemerich zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Dabei haben zwei Personen ihr Leben gelassen. Der Fahrer wurde schwer verletzt, ein weiterer Insasse leicht.

Das Auto raste in den Kreisverkehr, rammte einen kleinen Hügel, hob ab und wurde rund 30 Meter weit geschleudert. Es landete in Höhe der Fußgängerunterführung im Kreisverkehr und fing sogleich Feuer.

Für zwei der vier Insassen im Wagen – eine 20-jährige Frau und ein 38-jähriger Mann – kam jede Hilfe zu spät, sie verstarben noch an der Unfallstelle.

Ein weiterer Insasse (28) kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Ebenfalls leicht verletzt wurde ein Rettungssanitäter, als er einen der Passagiere aus dem brennenden Auto barg.


Trauermarsch für Unfallopfer: Tränenreicher Abschied von Vanessa und Rui
Über 300 Personen haben sich am Dienstagabend im Kreisverkehr Raemerich versammelt, um der Opfer des tödlichen Unfalls vom Wochenende zu gedenken.

Der Fahrer selbst wurde bei dem Unfall schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen. Zum Zeitpunkt des Unfalls stand er unter Alkoholeinfluss. LW-Informationen zu-folge lag sein Blutalkoholwert bei 1,1 Promille.

Radar als direkte Maßnahme

Der schwere Unfall vom 26. Juni 2016 beherrschte tagelang die Schlagzeilen und bewegte die Menschen. An einem von Familien und Freunden organisierten Trauermarsch nahmen zwei Tage später mehr als 300 Personen teil, von denen viele, wie die Opfer selbst, der portugiesischen Gemeinschaft angehörten.


Am Unglücksort wurden Blumen für die beiden Todesopfer hinterlegt.
Nach tödlichem Unfall: Radar vor Kreisverkehr Raemerich
Ein Radar wird künftig die Geschwindigkeit am Ende der A4 in Esch/Alzette messen. Aber nur die Vernunft kann tödliche Unfälle komplett verhindern.

Auch die Politik reagierte. Minister François Bausch kündigte als direkte Konsequenz und mit Verweis auf weitere Unfälle in der Vergangenheit ein fest installiertes Radargerät am Escher Ende der Autobahn A4 an.

Im Juni 2018, fast zwei Jahre nach dem Unfall, wurde das Gerät in Betrieb genommen.


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