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Ausrottung von Krankheiten durch Impfungen
Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen geimpft werden, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern und Erkrankungen dauerhaft auf der ganzen Welt auszurotten.

Ausrottung von Krankheiten durch Impfungen

Foto: Guy Jallay
Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen geimpft werden, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern und Erkrankungen dauerhaft auf der ganzen Welt auszurotten.
Lokales 2 Min. 24.11.2013

Ausrottung von Krankheiten durch Impfungen

Impfungen schützen Kinder und Erwachsene gegen zahlreiche Infektionskrankheiten, die schwerwiegende und manchmal dauerhafte Folgeschäden für die Gesundheit mit sich bringen und sogar tödlich enden können.

(AnLa) - Impfungen schützen Kinder und Erwachsene gegen zahlreiche Infektionskrankheiten, die schwerwiegende und manchmal dauerhafte Folgeschäden für die Gesundheit mit sich bringen und sogar tödlich enden können.

Sollte nicht mehr oder nicht mehr genügend geimpft werden, würden bestimmte in Luxemburg verschwundene Krankheiten wieder auftreten. Wenn die Zahl der Impfungen in der Bevölkerung sinkt, führt dies dazu, dass immer mehr Menschen Krankheitserreger in sich tragen und die Gefahr einer Übertragung und Infektion wieder ansteigt.

Durch systematische Schutzimpfungen von Säuglingen und Kleinkindern wurden die Pocken weltweit ausgerottet. Die Impfung setzt Abwehrmechanismen in Gang, um diese Infektionen und deren schädliche Auswirkungen zu neutralisieren.

Durch Impfkampagnen können Krankheiten ausgerottet werden

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Impfungen überflüssig seien, selbst wenn es diese Krankheitserreger bei uns nicht mehr gibt. Eine Impfung ist erst dann nicht mehr notwendig, wenn die Krankheit, gegen die sie schützen soll, auf der gesamten Welt ausgerottet wurde.

Durch Reisen wird das Risiko der Ausbreitung von Krankheiten gesteigert. „Wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist, sinkt das Risiko, dass diese Krankheit in Luxemburg ausbricht“, erklärt Dr. Nicole Majery, Arbeitsärztin beim „Service de santé au travail multisectoriel“.

Demnach empfehlen der luxemburgische oberste Hygienerat (Conseil supérieur d’hygiène) und das Gesundheitsministerium den Eltern, ihre Kinder gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Poliomyelitis, Masern, Röteln, Mumps und Hepatitis B impfen zu lassen.

Kinderimpfprogramm vom Gesundheitsministerium

Da diese Krankheiten eine Gefahr für die Gesundheit aller Einwohner darstellen, sollen die Kleinkinder gemäß der Empfehlungen des luxemburgischen Impfprogramms geimpft werden. Den Eltern wird nahegelegt, ihren Nachwuchs diesem Programm zu unterziehen, aber es besteht keine Impfpflicht. Das heißt der kostenlose Impfstoff für diese Zielgruppe wird zur Verfügung gestellt, aber sie können diese Empfehlungen aus religiösen oder ideologischen Gründen ablehnen.

„Da manche Krankheiten bei Säuglingen tödlich sein können und sie aufgrund ihres schwachen Immunsystems nicht in den ersten zwei Lebensmonaten geimpft werden können, sollen die Menschen in ihrem Umfeld geimpft sein, damit sie keine Krankheit übertragen können“, warnt Dr. Danielle Hansen-Koenig vom Gesundheitsministerium.

„Man soll seinen Impfpass immer bei sich tragen, um unnötige Impfungen zu vermeiden. Er ist nützlich bei einer Notaufnahme im Krankenhaus oder einem Besuch beim Haus- oder Kinderarzt, um festzustellen, welche Impfungen der Patient bereits erhalten hat und welche noch fehlen“, so Dr. Nicole Majery.