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Ausbau der ZithaKlinik: 140 zusätzliche Krankenhausbetten
Lokales 2 Min. 20.09.2017

Ausbau der ZithaKlinik: 140 zusätzliche Krankenhausbetten

Der Rohbau in der Rue Ste Zithe steht bereits.

Ausbau der ZithaKlinik: 140 zusätzliche Krankenhausbetten

Der Rohbau in der Rue Ste Zithe steht bereits.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 20.09.2017

Ausbau der ZithaKlinik: 140 zusätzliche Krankenhausbetten

Die „Hôpitaux Robert Schuman“- Gruppe vervollständigt ihr Kompetenzzentrum zur Krebsbehandlung mit dem Ausbau der ZithaKlinik. Im „E-Bau“ soll in Zukunft Krebspatienten mit der bestmöglichen medizinischen Versorgung zur Genesung verholfen werden.

(LV) - In Luxemburg sterben jedes Jahr knapp 1 000 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung, dies stellt ein Viertel der gesamten Todesfälle dar. Die häufigste Krebsart bei Männern ist Prostatakrebs, bei den Frauen ist es Brustkrebs. Meistens ist eine ganzheitliche medizinische Versorgung im Krankenhaus der einzig mögliche Schritt zur Besserung. Die Zitha-Klinik empfängt in knapp zwei Jahren ihre Krebspatienten in der neuen Einrichtung, dem „ZithaKriibsZentrum“. Ziel ist es, die Patienten mit der bestmöglichen Krebstherapie zu versorgen.

Die Räume im "E-Bau" der ZithaKlinik sind modern und lichtdurchflutet.
Die Räume im "E-Bau" der ZithaKlinik sind modern und lichtdurchflutet.
Foto: Guy Jallay

Der Ausbau des Krankenhauses in der Rue Ste Zithe im städtischen Bahnhofsviertel ist im vollen Gange. In zwei Jahren soll die Erweiterung des „E-Baus“ abgeschlossen sein. Das Gebäude, das vom Architektenbüro „Jim Clemes“ entworfen wurde, ist gut in das Bahnhofsviertel integriert und bietet Platz für 140 zusätzliche Krankenbetten. Die Planung des Außenbaus der Klinik ist abgeschlossen, aber die Aufteilung der Räume im Inneren kann sich noch verändern. Die Arbeiten im Rohbau schreiten derweil zügig voran.

Das Projekt wird zu 80 Prozent vom Luxemburger Staat und zu 20 Prozent von der Gesundheitskasse (CNS) finanziert. Insgesamt beläuft sich das Budget auf 71 Millionen Euro.

Zentrum für Krebsbehandlung

Mit dem Ausbau der ZithaKlinik wurde gewissermaßen eine neue Ära in der Bekämpfung von Krebs eingeläutet. Das „ZithaKriibsZentrum“ geht aus der im April 2016 erfolgten Fusion der Kompetenzen des „Centre de Chirurgie tumorale“ der ZithaKlinik und des „Service Oncologie“ des Krankenhauses in Kirchberg hervor.

Laut Dr. Claude Schummer, Generaldirektor der Gruppe „Hôpitaux Robert Schuman“, wurde sich auf zwei Grundprinzipien nach der Fusion geeinigt: Die elektiven Fälle, also die, die plan- und programmierbar sind, werden der ZithaKlinik zugeteilt, während sich das „Hôpital Kirchberg“ um die akuten Notfälle kümmert.

Die ZithaKlinik, so Schummer weiter, wurde nach der Fusion zum Zentrum der Versorgung von Krebspatienten. Zum Beispiel werden knapp 50 Prozent der Diagnosen von Brustkrebs und Lungenkrebs in der Klinik gestellt und chirurgisch behandelt. Der Schwerpunkt liegt vor allem bei der Behandlung von Krebs an den inneren Organen und des Verdauungstrakts.

Der Mensch im Mittelpunkt

2019 soll das „ZithaKriibsZentrum“ die ersten Patienten im neuen „E-Bau“ der Klinik empfangen. Im Mittelpunkt soll der Patient stehen, so Gesundheitsministerin Lydia Mutsch, denn Ziel sei es, jedem Patient eine „medizinische Spitzenversorgung“ zu garantieren.

Um den Aufenthalt im Krankenhaus ein wenig zu erleichtern, ist es möglich, in den neuen Patientenzimmern Familienmitglieder zu empfangen und übernachten zu lassen, wenn die Nachfrage dafür besteht. Nebst der Versorgung von krebskranken Menschen bietet der Ausbau aber auch eine Station für Palliativmedizin.


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