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Aus zwei mach eins
Lokales 2 Min. 13.02.2019

Aus zwei mach eins

Die Standorte der derzeitigen geriatrischen Pflegestationen der Hôpitaux Robert Schuman (HRS) sollen in Kirchberg zusammengelegt werden.

Aus zwei mach eins

Die Standorte der derzeitigen geriatrischen Pflegestationen der Hôpitaux Robert Schuman (HRS) sollen in Kirchberg zusammengelegt werden.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 13.02.2019

Aus zwei mach eins

Cheryl CADAMURO
Cheryl CADAMURO
Die Zahl der älteren und pflegebedürftigen Menschen nimmt stetig zu. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, sollen die Standorte der geriatrischen Pflegestationen der Hôpitaux Robert Schuman in Kirchberg zusammengelegt werden.

Noch sind die geriatrischen Pflegestationen der Hôpitaux Robert Schuman (HRS), die sich in der Clinique Sainte-Marie in Esch/Alzette sowie dem Hôpital Kirchberg befinden, getrennt. Doch das soll nicht so bleiben. Um die Betreuungsabläufe zu verbessern, Wartezeiten in der Notaufnahme zu vermeiden und dennoch die Würde und Lebensqualität der älteren Patienten zu wahren, soll in Kirchberg eine geriatrische Pflegestation entstehen, die die Betreuungsangebote der beiden Krankenhäuser verbindet.

Derzeit umfasst die geriatrische Station im Hôpital Kirchberg zwar bereits 34 Betten – welche mittels Renovierungsarbeiten an die Bedürfnisse der gebrechlichen Patienten angepasst werden – doch das reicht den Verantwortlichen noch nicht.

Handlungsbedarf

Laut den aktuellsten Zahlen von 2015 werden durchschnittlich 34,5 Prozent der Krankenhausbetten in Luxemburg von Über-75-Jährigen belegt. „Grund genug, um unsere geriatrischen Pflegestationen zusammenzulegen und die Abläufe zu optimieren“, wie Ana Sanchez Guevara, Fachärztin für Geriatrie der HRS-Gruppe, erklärt.

Gestern nun stellten die Verantwortlichen das Großprojekt etwas genauer vor. Eine Leitlinie soll die Abläufe der Untersuchungen und Behandlungen klar definieren, um den Patienten eine immer gleichwertige Behandlungsqualität zu garantieren. Dieses Konzept besteht dann auch nicht nur aus der medizinischen Betreuung des Betroffenen, sondern – aufgrund der oftmals komplexen Betreuungsgründe – auch aus einer Zusammenarbeit mit den Angehörigen. Die Einrichtung eines Zentrums für Alterstraumatologie, also für Patienten mit Sturzverletzungen, soll die Behandlungsmöglichkeiten der Patienten darüber hinaus weiter optimieren.

Denn ob kognitive Beeinträchtigungen, Sturzrisiko oder Gebrechlichkeit: Werden die Patienten derzeit noch, je nach Behandlungsgrund, entweder in Esch/Alzette oder in Kirchberg behandelt, sollen sie nach Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten nur noch an einem Ort behandelt werden. Sie müssen dann also nicht mehr von einem Krankenhaus ins andere – und wieder zurück – transportiert werden.

Mensch im Mittelpunkt

Doch nicht nur die Infrastrukturen, auch qualifiziertes Personal ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts. Interdisziplinarität wird dabei großgeschrieben, wie Sanchez Guevara erklärt. Deswegen sei eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachbereiche, wie etwa Psychologen, Sozialarbeiter, Internisten und Pfleger, auch jetzt schon ein wichtiger Faktor. Der Patient als Mensch stehe dabei in sämtlichen Phasen – von der Einlieferung ins Krankenhaus bis hin zur Rehabilitation – aber immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Während das Konzept bereits seit Längerem feststeht, könnte es bis zur Fertigstellung des Großprojekts jedoch noch etwas dauern – wahrscheinlich bis 2023, so Generaldirektor Claude Schummer.


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