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Aus unserem Video-Archiv: Wahlrecht für Ausländer – das sagen die „Expats“
Lokales 1 2 Min. 03.03.2014

Aus unserem Video-Archiv: Wahlrecht für Ausländer – das sagen die „Expats“

Lokales 1 2 Min. 03.03.2014

Aus unserem Video-Archiv: Wahlrecht für Ausländer – das sagen die „Expats“

Vor den Landeswahlen im Oktober 2013 hatte sich wort.lu bereits mit sechs „Expats“ über das Wahlrecht für Ausländer unterhalten.

Vor den Landeswahlen im Oktober 2013 hatte sich wort.lu bereits mit sechs „Expats“ über das Wahlrecht für Ausländer unterhalten. Hier unsere Videoreportage von damals:

(CS) -  Am Sonntag wird in Luxemburg gewählt, doch über ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung wird nicht abstimmen können, weil sie keinen Luxemburger Pass hat. wort.lu hat mit sechs „Expats“ über das Wahlrecht für Ausländer gesprochen.

Luxemburgs Parteien sind sich uneins über die Frage des Wahlrechts für Ausländer. Während sich LSAP, déi Gréng, déi Lénk und die Piraten dafür aussprechen, will die DP eine Debatte über das Thema bis 2016 zu Ende bringen. CSV und ADR sind dagegen.

Im Interview mit wort.lu sagte Premierminister Jean-Claude Juncker jüngst, dass die doppelte Staatsbürgerschaft der Weg zur Wahlurne für Luxemburgs Ausländer sei.

Für Mikkel Strørup ist dies keine Option. Zwar ist er in Luxemburg geboren und aufgewachsen, doch das Heimatland seiner Eltern, Dänemark, erlaubt es ihm nicht, die doppelte Staatsbürgerschaft anzunehmen. Seinen dänischen Pass möchte er aber nicht abgeben.

Dazu kommt, dass er in Dänemark auch nicht wählen darf, weil er dort nicht angemeldet ist. So kann Strørup nirgends wählen - ein Umstand, der in der EU, wo an die 50 Millionen Europäer nicht in ihrem Heimatland leben, nicht unüblich ist und unlängst von Justizkommissarin Viviane Reding kritisiert wurde.

Integration - Staatsbürgerschaft - Wahlrecht

Für viele Ausländer ist die Debatte über Staatsbürgerschaft und Wahlrecht fehlgeleitet. Nicht jeder, der in Luxemburg lebt, will auch Luxemburger werden. Integration geht auch ohne Pass, sagen sie, aber politisches Mitspracherecht auf nationaler Ebene nicht.

Paul Schonenberg von der amerikanischen Handelskammer in Luxemburg (AMCHAM), der seit circa 20 Jahren in Luxemburg lebt, versteht die Sorge, dass Ausländer die politische Landschaft in Luxemburg vielleicht grundlegend verändern könnten. Es sollte Vertrauen aufgebaut werden, sagt er. Schließlich wollen alle doch das gleiche, ein sicheres, stabiles Luxemburg.

Wie man es am besten regelt, darüber sind sich auch die „Expats“ im Interview nicht einig. Während einige das Wahlrecht mit Wahlpflicht verknüpfen würden, sollte es für andere freiwillig bleiben, so dass nur die, die es wirklich wollen, ihre Stimme abgeben.

John Johnston von der britischen Handelskammer geht einen Schritt weiter. Er schlägt vor, dass nur EU Bürger wählen können sollten, da sie sich innerhalb der EU frei bewegen können und Luxemburg so eine Vorreiterrolle zur europäischen Integration einnehmen könnte.

Bei einem sind sich alle einig - es ist kein einfaches Thema, aber in einem Land mit 44 Prozent Ausländeranteil muss eine Debatte darüber geführt werden.

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