Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Aus für die schwimmende Spiellandschaft
Am Baggerweiher in Remerschen hat sich eine Gruppe von mehr als 20 Menschen auf die aufblasbaren Spielgeräte gestürzt und diese beschädigt.

Aus für die schwimmende Spiellandschaft

Foto: Gemeinde Schengen
Am Baggerweiher in Remerschen hat sich eine Gruppe von mehr als 20 Menschen auf die aufblasbaren Spielgeräte gestürzt und diese beschädigt.
Lokales 06.08.2018

Aus für die schwimmende Spiellandschaft

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Gleich mehrere Male sind am Baggerweiher in Remerschen Badeeinrichtungen beschädigt worden. Trauriger Höhepunkt war der Sonntag, als eine Gruppe Besucher einen Teil der Spiellandschaft zerstörte.

Richtig stolz war die Gemeinde Schengen auf die schwimmende Lauf- und Springlandschaft, die erst im Mai vergrößert worden war. Der Badespaß auf den bunten Geräten ist nun für dieses Jahr vorbei. Am Sonntagabend hatte sich eine größere Gruppe kurz nach Badeschluss auf die Spiellandschaft gestürzt, sodass ein Teil davon abriss. „Das waren bestimmt mehr als 20 Leute“, berichtet der Schengener Schöffe Tom Weber. „Ein Element ist dabei kaputt gegangen und durch den Wind in das Schilfgebiet am Ufer in Richtung Schengen getrieben worden.“

Die Gemeinde reagiert nun, indem sie die Spiellandschaft für den Rest der Saison abbaut. Damit nicht zu viele Badegäste gleichzeitig die schwimmenden Geräte benutzen, durfte nur eine begrenzte Anzahl die Landschaft betreten – teils nur mit Reservierung.

Angekokelte Schließfächer: Am Baggerweiher haben Vandalen mehrmals zugeschlagen.
Angekokelte Schließfächer: Am Baggerweiher haben Vandalen mehrmals zugeschlagen.
Gemeinde Schengen

Schon mehrmals war es vorgekommen, dass sich Gruppen von jungen Leuten am Baggerweiher verabredet hatten, um die Spielgeräte zu stürmen. Schon im Frühsommer berichteten Badegäste dem LW über solche Vorfälle. Ärgerlich für die Badeaufsicht und die Gemeinde Schengen waren zudem zwei andere Fälle von Vandalismus in der vergangenen Woche. Einmal legten Unbekannte Feuer unterhalb der Schließfächer, in denen die Gäste Schlüssel und Wertsachen deponieren können. Die Schließfächer sind durch Rauch und Feuer seither unbrauchbar.

Besonders dreist gingen Diebe am Sonntagabend vor: „Sie haben die Kette des Rettungsboots mit einem Bolzenschneider durchgezwickt. Gegen 22 Uhr sind sie dann in hohem Tempo über den Baggerweiher gefahren“, berichtet Tom Weber.

Der Schöffenrat überlegt sich nun, wie er weiteren Sachbeschädigungen entgegen wirken kann. Eine Möglichkeit wäre es, die Aufsicht bis nach 18 Uhr zu gewährleisten, etwa bis 20 Uhr. „Eine andere Idee wäre es, den Baggerweiher abends radikal zu schließen. Das würde dann aber auch Spaziergänger und Wanderer treffen“, sagt Tom Weber.

Als Naturgewässer ist der Weiher frei zugänglich, auch abends. Der zwei Kilometer lange Uferweg sei schwer zu kontrollieren, meint Weber.

Als Reaktion auf die zwei tödlichen Badeunfälle hat die Gemeinde mehr und größere Schilder mit der Aufschrift „Baden auf eigene Gefahr“ aufgestellt. Der Weiher wäre zu groß, um ihn komplett zu überwachen, erklärt Weber. „Da bräuchten wir ja hundert Leute.“ Nur für das Kinderbecken und die Spiellandschaft gibt es eine Aufsicht.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Mann ertrinkt in Baggerweiher
Am Sonntagnachmittag ist ein Mann in Remerschen ertrunken. Rettungskräfte konnten gegen 21.20 Uhr nach einer groß angelegten Suchaktion nur noch die Leiche des Mannes bergen.