Aus dem Ministerrat: Kirchberg bekommt ein weiteres Hochhaus
(TJ) - Der Europäische Gerichtshof wird zum fünften Mal erweitert. Zu diesem Zweck wird auf Kirchberg neben den beiden bestehenden Zwillingstürmen des Gerichtshofs ein weiteres Hochhaus errichtet. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag wurde auf den Instanzenweg geschickt.
Das Gebäude wird um wenige Meter höher als die beiden bestehenden (goldfarbenen) Türme, die eine Höhe von 107 Meter aufweisen. Der neue Wolkenkratzer soll an der Seite des Bâtiment Jean Monet errichtet werden und wird doppelt so breit wie die bestehenden Hochhäuser sein.
Um den "Dominoeffekt" zu brechen, wird der neue Turm auf drei Seiten schwarz und auf einer Seite mit einer goldbraunen Fassade eingekleidet. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Das Gebäude soll allerdings 2019 bezugsfertig sein. Architekt ist der Franzose Dominique Perrault, der neben den beiden bestehenden Türmen auf Kirchberg auch für das Gebäude der Bibliothèque Nationale de France in Paris verantwortlich zeichnete.
Der Luxemburger Staat ist Bauherr und kommt für die Kosten auf. Das Gebäude wird über einen Langzeit-Mietvertrag an den Europäischen Gerichtshof vermietet. Dieser wird 2036 Eigentümer des Hochhauses. Die Baukosten sollen 168.700.000 Euro nicht überschreiten.
Sehen Sie hier eine Reportage des französischen Fernsehsenders France 3 über die Arbeit und die Gebäude der wichtigen europäischen Institution.