Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Aus dem Bus in die Tram
Von der Bushaltestelle an der Stäreplaz bis zur Tram sind es nur ein paar Schritte: Ein Qualitätsgewinn für Personen, die aus dem Westen nach Kirchberg wollen.

Aus dem Bus in die Tram

Foto: Pierre Matgé
Von der Bushaltestelle an der Stäreplaz bis zur Tram sind es nur ein paar Schritte: Ein Qualitätsgewinn für Personen, die aus dem Westen nach Kirchberg wollen.
Lokales 4 Min. 05.09.2018

Aus dem Bus in die Tram

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Nutzer des öffentlichen Verkehrs werden sich in den kommenden Wochen umstellen müssen. Ab dem 17. September wird es bei einigen RGTR-Bussen zu einem veränderten Fahrplan kommen, gefolgt im Oktober von denen der Stadt Luxemburg.

Die Tram bahnt sich ihren Weg in Richtung Zentrum – und sorgt somit für eine Anpassung des Busnetzwerks. Zunächst wird die Stäreplaz, die seit etwas mehr als einem Monat von der Tram bedient wird, neuer Dreh- und Angelpunkt des öffentlichen Transports. Dort wird es Passagieren ermöglicht, vom Bus auf die Tram umzusteigen. Insbesondere für Reisende, die aus dem Westen des Landes kommen und nach Kirchberg wollen, soll dies einen Qualitätsgewinn darstellen, erklärte Nachhaltigkeitsminister François Bausch am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Fahrpläne.

Auf dem RGTR-Netz werden die Änderungen ab dem 17. September in Kraft treten. Ab dann werden Busse, die in Richtung Hauptstadt fahren, am Quai 1 des neuen Pôle d'échange Stäreplaz halten und jene, die aus der Hauptstadt kommen, am Quai 2A. Die Fahrzeuge der Linien 240 (Küntzig), 250 (Redingen), 255 (Simmern), 260 (Keispelt) und 265 (Redingen) fahren anschließend in Richtung Monterey Parc weiter, jene der Linien 215 (Niederkerschen), 218 (Messancy), 248 (Eischen), 258 (Rambruch/Bondorf), 262 (Keispelt) und 267 (Pratz) haben ihren Terminus an der Charlys Gare – zumindest bis im Oktober die weiteren Arbeiten für die Tram anstehen. Die Linie 270 fährt von der Stäreplaz aus das Lycée technique du Centre an, die Linie 222 das Rehazentrum in Kirchberg, sodass eine direkte Verbindung zur Klinik bestehen bleibt.

Weitere Änderungen gibt es für Busse aus dem Raum Grevenmacher. Diese werden ab dem 17. September nicht mehr bis zur Charlys Gare fahren, sondern nur noch bis zur Luxexpo.

Die Hauptstadt zieht nach

„Die Trambaustelle geht unterdessen weiter“, erklärt Nachhaltigkeitsminister François Bausch. „Ziel ist es, dass die Tram so schnell wie möglich bis zum Bahnhof fährt. Dann kommt es zu einem Qualitätssprung, was die Verbindungen innerhalb des Stadtzentrums angeht.“ Dies wird voraussichtlich Ende 2019 oder Anfang 2020 der Fall sein.

Bis es so weit ist, soll eine Busspur auf dem Boulevard Grande-Duchesse Charlotte ein schnelles Vorankommen der Fahrzeuge in Richtung Zentrum garantieren. Diese wird insbesondere dann von Bedeutung sein, wenn voraussichtlich im Oktober in der Avenue Emile Reuter die Arbeiten für die Tram anfangen und die Busse demnach eine längere Strecke zurücklegen müssen.


4.9. LuxVille / Velospiste Avenue Marie Therese / Velo / Fahrrad / Foto:Guy Jallay
Ein Plan gegen das Verkehrschaos
Tagtäglich bewegen sich Busse, Autos, Fahrräder und Fußgänger durch die Hauptstadt. Doch nun rückt auch die Tram näher in das Zentrum. Bei der Stadt Luxemburg wird ein Konzept ausgearbeitet, um sämtlichen Mobilitätsformen gerecht zu werden.

Die Arbeiten für die Tram werden demnach auch eine Auswirkung auf den Verkehr der städtischen Busse haben. Änderungen auf dem AVL-Netz sind jedoch erst für den 15. Oktober vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt werden die Haltestellen Charlys Gare und Royal nicht mehr angefahren, dafür wird es aber mit Amélie und Monterey Quai 3 zwei neue Stopps geben, die von den Linien 8 und 12 angefahren werden.

Die Verbindung von der Stäreplaz zum Zentrum oder dem Bahnhof wird ab diesem Zeitpunkt von den Bussen der Linien 21, 22, 28 und 31 gesichert. Weniger soll dabei mehr sein. „Wir wollen die Anzahl der Busse reduzieren, um es den Passagieren zu ermöglichen, schneller von A nach B zu gelangen“, erklärt Patrick Goldschmidt, Mobilitätsschöffe der Stadt Luxemburg. Derzeit würden zu viele Busse zirkulieren, die nicht ausgelastet seien. Eine bessere Planung soll nun den Verkehr entlasten und somit schnellere Verbindungen garantieren.

Neuerungen am Ban de Gasperich

Auch die Entwicklung des Ban de Gasperich wurde beim Aufstellen der neuen Fahrpläne berücksichtigt. Die Linien 21 und 22 werden ab Oktober angepasst, die 23 und 29 verlängert, die 26 hingegen gestrichen. Eine neue Haltestelle ist am Boulevard Raiffeisen geplant und auch der Park & Ride Sud wird verstärkt angefahren. Zudem wird die Linie 21 künftig am Wochenende in Betrieb sein, dies um jenen Menschen entgegenzukommen, die im Ban de Gasperich wohnen.


Beim Boulevard Kockelscheuer handelt es sich erst um die "kleinere" von zwei Hauptverkehrsadern.
Geviertelt
Riesige Boulevards, ungenutzte Erdgeschosse und eine Mischung, die vielleicht gar keine ist: Der Ban de Gasperich weckt Erinnerungen an Kirchberg.

Weitere Änderungen sind am Pôle d'échange Cents-Hamm vorgesehen. Sobald die CFL-Brücke fertiggestellt ist, werden die Busse der Linien 7, 20, 25 und 29 über diese fahren und auch die Haltestelle, die auf der Brücke vorgesehen ist, bedienen.

Zudem wird künftig das Rehazenter von städtischen Bussen (Linie 20) angefahren und die Linie 31 auf zwei Verbindungen aufgeteilt, um Verspätungen aufgrund der komplizierten Strecke zu vermeiden. Auch sollen Kirchberg und Strassen direkt miteinander verbunden werden (Linie 33).

Zu den Lyzeen in Redingen und Clerf

Zu Änderungen im Busfahrplan kommt es allerdings nicht nur rund um die Hauptstadt. Auch im Norden das Landes werden ab der Rentrée einige RGTR-Fahrten angepasst.

So wurde etwa dem wachsenden Erfolg des Atert-Lycée in Redingen Rechnung getragen. Eine neue Linie wird demnach ab dem 17. September junge Menschen aus Ringel, Tadler, Heiderscheid, Mertzig, Grosbous, Pratz, Bettborn, Platen und Reichlingen zur Schule und von dort wieder nach Hause bringen. Zudem fahren einige Busse der Linie 619 nun bis An de Gäert in Esch/Sauer, die Schulbusse der Linie 599 von der Gemeinde in Eschdorf über Dellen nach Redingen und zurück.

Auch die Schüler des neuen Lyzeums in Clerf müssen ab September befördert werden. Hierfür wurden im Norden des Landes insgesamt 15 neue Schülerverbindungen eingeführt. Zudem wird jedoch auch auf den Zugverkehr gesetzt, da sich das Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof befindet.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Ein Plan gegen das Verkehrschaos
Tagtäglich bewegen sich Busse, Autos, Fahrräder und Fußgänger durch die Hauptstadt. Doch nun rückt auch die Tram näher in das Zentrum. Bei der Stadt Luxemburg wird ein Konzept ausgearbeitet, um sämtlichen Mobilitätsformen gerecht zu werden.
4.9. LuxVille / Velospiste Avenue Marie Therese / Velo / Fahrrad / Foto:Guy Jallay
Die Tram kommt an
Seit Kurzem fährt die Tram nun auch über die Rote Brücke bis zur Stäreplaz, an dem eine weitere Umsteigeplattform entsteht. Damit rückt die Tram näher ans Stadtzentrum – und fährt an der Fouer vorbei.
Seit einem Monat fährt die Tram nun über die Rote Brücke bis zur Stäreplaz. 17 bis 20 Minuten dauert die gesamte Fahrt von der Luxexpo bis zur neuen Endstation.