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Winzer haben mit der Ernte begonnen
Lokales 26.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Auftakt der Traubenlese

Winzer haben mit der Ernte begonnen

Auftakt der Traubenlese

Winzer haben mit der Ernte begonnen

Foto: Jean Walté
Lokales 26.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Auftakt der Traubenlese

Winzer haben mit der Ernte begonnen

Anne-Aymone SCHMITZ
Anne-Aymone SCHMITZ
An der luxemburgischen Mosel haben am Montag einige Winzer schon mit der Traubenernte begonnen. Der offizielle Auftakt der Lese ist jedoch für Mittwoch geplant.

(asc) - In den luxcmburgischen Weinbergen entlang der Mosel haben am Montagmorgen schon einige Winzer mit der Traubenernte begonnen. Die meisten Winzer werden allerdings wohl erst am Mittwoch oder sogar am Freitag in die Weinberge ziehen, um die Trauben von den Reben zu entfernen. Weinliebhaber können sich also jetzt schon freuen: Der "Fiederwäissen" wird voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag kommender Woche verkauft werden.

Die Trauben werden per Hand mit einer Weinbergsschere von den Reben abgetrennt und in Bottiche geworfen.
Die Trauben werden per Hand mit einer Weinbergsschere von den Reben abgetrennt und in Bottiche geworfen.
Foto: Jean Walté

Als erstes wandern normalerweise die Rivaner-Trauben in die Hotten beziehungsweise in die Traubenpressen. Die Rivanertrauben weisen zurzeit Mostgewichte zwischen 70 und 77 Oechsle auf. Wegen der Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen werden aber auch schon andere Sorten geerntet. Serge Fischer sagt dazu: "Wegen der sommerlichen Temperaturen haben sich die Trauben gut entwickelt. Allerdings sind die Trauben je nach Weinbergslage wegen der Wetterkapriolen der vergangenen Monate unterschiedlich reif. Dies hat zur Folge, dass in diesem Jahr die Winzer neben den Rivaner- auch schon andere Traubensorten ernten."

Vorab beim Weinjahrgang ist wohl mit Ertragseinbußen zu rechnen. Schuld daran sind der viel zu milde und zu trockene Winter, in dem Frost und Schnee nahezu ausblieb, der Kälteeinbruch Ende April, wodurch die Reben später und unregelmäßig austrieben und die Krankheiten.

Die Regenfälle gegen Ende Mai bewirkten einen Ausbruch der Peronospora-Pilzkrankheit. Wegen des vielen Regens im Juni breitete sich der Pilz weiter aus, wenn auch je nach Weinbergslage unterschiedlich stark. Um den Pilz in den Griff zu bekommen, mussten die Winzer den Rebschutz in kürzeren Zeitabständen vornehmen.

Ehe die Traube in den Bottich gelangt, werden die faulen oder beschädigten Beeren entfernt.
Ehe die Traube in den Bottich gelangt, werden die faulen oder beschädigten Beeren entfernt.
Foto: Jean Walté

Zudem wurden die Böden derart durchnässt, dass die Bewirtschaftung der Weinberge mit Traktoren in einigen Lagen nicht mehr möglich war. Im August führten die Reben dank der trockneren Witterungsbedingungen ihren Reifeprozess fort. Die Ausbreitung des Peronospora-Pilzes wurde gestoppt.




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