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Auch in Luxemburg: Grippe auf dem Vormarsch - Das sollte man wissen
Lokales 2 Min. 29.12.2016

Auch in Luxemburg: Grippe auf dem Vormarsch - Das sollte man wissen

Eine echte Grippe wird durch Viren ausgelöst und beginnt meist plötzlich.

Auch in Luxemburg: Grippe auf dem Vormarsch - Das sollte man wissen

Eine echte Grippe wird durch Viren ausgelöst und beginnt meist plötzlich.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 29.12.2016

Auch in Luxemburg: Grippe auf dem Vormarsch - Das sollte man wissen

Laurence BERVARD
Laurence BERVARD
Die ernst zu nehmende Infektionskrankheit ist seit vergangener Woche in Luxemburg auf dem Vormarsch. In der Vorweihnachtswoche wurden 27 Influenza-Fälle verzeichnet.

(lb/vb/dpa/tmn/mth) - Millionen von Europäern fangen sich jeden Winter eine Grippe-Infektion ein. Abgesehen von den lästigen und bisweilen heftigen Symptomen – Fieber, Kopfweh, trockener Husten und Schnupfen – bleibt die Infektionskrankheit meist folgenlos. Doch immer wieder müssen Grippepatienten wegen Lungenentzündung ins Krankenhaus oder sterben sogar daran. In Frankreich wurden dieses Jahr bereits acht Todesfälle verzeichnet. 

Auch in Luxemburg ist die Grippe auf dem Vormarsch. Vergangene Woche wurden laut Daten des  "Laboratoire national de santé" (LNS) 27 Grippe-Fälle in Luxemburg verzeichnet, ein bedeutender Anstieg im Vergleich zur Vorwoche. Somit hat die Influenza laut LNS in Luxemburg nun eine mittelstarke Ausbreitung erreicht. 

Wie erkennt man eine richtige Grippe?

Eine echte Grippe wird durch Viren ausgelöst und beginnt meist plötzlich. „Normalerweise fühlt man sich am Morgen noch gesund und hat abends plötzlich 39 oder 40 Grad Fieber“, erklärt der deutsche Infektiologe Peter Walger.

Das Virus greift vor allem die Schleimhäute der Atemwege sowie des Hals-, Nasen und Rachenraums an. Neben erkältungsähnlichen Symptomen wie trockenem Husten und angeschwollenen Nasenschleimhäuten kann Influenza im Gegensatz zu einer Erkältung auch Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit mit Durchfall und Erbrechen sowie ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl im ganzen Körper auslösen. Die Infektion dauert gewöhnlich eine Woche an, kann sich jedoch auf zwei Wochen ausdehnen. Ein allgemeines Schwächegefühl kann sogar bis zu mehreren Wochen nach Krankheitsausbruch und Abklingen der akuten Symptome anhalten.  

Was soll ich machen, wenn ich krank werde?

Wichtig ist, reichlich zu trinken. „Bei Fieber kann der Körper schnell zusätzlich zwei Liter Flüssigkeit verlieren“, so Walger. Außerdem sollte man sich schonen und ruhig einige Tage im Bett verbringen. Betroffene können zu fiebersenkenden Medikamenten und Schmerzmitteln greifen. Von Kombinations-Präparaten rät Walger allerdings ab: „Bei diesem Mix sind wichtige und unwichtige Einzelwirkstoffe drin, da ist eine richtige Dosierung unmöglich.“  

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ältere Menschen sollten bei hohem Fieber eher früh zum Arzt gehen. Gleiches gilt für Menschen mit einer Grunderkrankung wie Herz- oder Lungenkrankheiten. Eltern sollten auch mit kleinen Kindern bei Grippeverdacht zum Arzt gehen. Wer nicht in eine dieser Gruppen fällt, aber eine typische Grippe mit deutlichem Krankheitsgefühl und zusätzlich Beschwerden wie Luftnot, Kreislaufstörungen oder Schwindel hat, sollte unbedingt zum Arzt gehen, betont der deutsche Infektiologe.

Wer zunächst eine Erkältung oder weniger schwere Grippe hatte, dann aber nach drei bis vier Tagen einen neuen Schub bekommt, gehört auch in die Hände eines Arztes. Dahinter kann eine Lungenentzündung stecken. Gegen Grippe gibt es spezielle Anti-Virusmedikamente. 

Wie kann ich die Grippe vorbeugen?

Mit einfachen Gesten kann jeder dazu beitragen, die Ausbreitung der Grippe zu bremsen. So sollte man sich regelmäßig die Hände mit Seife waschen, in den Ellenbogen niesen und Papiertaschentücher nach Gebrauch wegwerfen. Zimmer sollten regelmäßig gelüftet werden.  


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