Atomzentrale Cattenom

Unregelmäßigkeiten bei Kontrolle

Das in die Jahre gekommene Kernkraftwerk Cattenom wurde vo den Inspektoren der ASN unter die Lupe genommen.
Das in die Jahre gekommene Kernkraftwerk Cattenom wurde vo den Inspektoren der ASN unter die Lupe genommen.
Foto: Pierre Matgé

(jag) - Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN hat zum wiederholten Male die Zustände im französischen Atomkraftwerk Cattenom bemängelt. Bei zwei Kontrollgängen am 29. beziehungsweise 30. November vergangenen Jahres wurden u.a. undichte Rohre und ausgelaufene Flüssigkeiten festgestellt. Wohl handelt es sich nicht um grobe Sicherheitsverstöße, die unabhängigen Inspektoren hielten die Unregelmäßigkeiten allerdings in ihrem Bericht fest und verlangten Nachbessern.

Unbekannte Flüssigkeit, defekte Messgeräte

So wurde im Raum der Notaggregate des Reaktors Nummer eins eine unbekannte braune Flüssigkeit festgestellt, zudem zeigte ein Ventil undichte Stellen. Per Warnschilder wurde auf eine stark  kontaminierte Stelle hingewiesen. Allerdings wurde weder auf die Art noch auf die Intensität der Kontaminierung hingewiesen. An gleicher Stelle befand sich eine Pfütze einer gelblichen Flüssigkeit. Der Betreiber der Zentrale war nicht in der Lage, den Ursprung der Flüssigkeit zu erklären. 

Eine Leitfähigkeitsmesszelle des Reaktors Nummer drei, welche Daten liefert, ist seit seit Mai 2015 defekt, dies trotz einer zwischenzeitlich erfolgten Reparatur.

Derselbe defekt wurde am Reaktor Nummer vier festgestellt, Ursache war ein Leck. 

Die Betreiber der Atomzentralen unterliegen sehr strikten Sicherheitsauflagen, selbst kleinste Abweichungen müssen aus Sicherheitsgründen erfasst werden.