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Astrid Lulling: Gambia-Koalition ist Piraterie am Wählerwillen
Lokales 27.10.2013 Aus unserem online-Archiv

Astrid Lulling: Gambia-Koalition ist Piraterie am Wählerwillen

Astrid Lulling (r.) zweifelt an der Gambia-Koalition.

Astrid Lulling: Gambia-Koalition ist Piraterie am Wählerwillen

Astrid Lulling (r.) zweifelt an der Gambia-Koalition.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 27.10.2013 Aus unserem online-Archiv

Astrid Lulling: Gambia-Koalition ist Piraterie am Wählerwillen

Kommentar via Videoblog: Aus Brüssel meldet sich Astrid Lulling zur Gambia-Koalition zu Wort. "Das wird noch lustig", wenn das Bündnis in die Verhandlungen ginge.

(dco) - In ihren Videoblog "astridlullingtv" hat die CSV-Europaabgeordnete Astrid Lulling unter anderem die Wahlen zur Abgeordnetenkammer und die mögliche Gambia-Koalition kommentiert: Viele Luxemburger könnten nicht verstehen, wie man den Wählerwillen "so piratisieren" könne. Eine Koalition ohne die stärkste Partei im Land sei aber "nicht verboten."

Gaston Thorn (DP) habe bereits 1979 eine Koalition gegen die CSV zu bilden versucht, in dem er die beiden SDP-Sitze - darunter auch sie selbst - "kaufen" wollte. Lulling gehörte damals der "Sozialdemokratesch Partei" an. Das sei zwar mit der Situation heute nicht ganz vergleichbar, aber es "wäre mir zu schmutzig gewesen, eine Dreierkoalition gegen die CSV möglich zu machen."

Fokus auf die Grünen

"Jetzt muss man die Koalitionsverhandlungen abwarten", fährt die Konservative fort. Im Vergleich der Programme könne sie sich allerdings schwer vorstellen, wie das Gambia-Bündnis gelingen könnte. Dabei rückt sie den kleinsten Beteiligten im Bündnis in den Vordergrund: "Wieviel müssen die Grünen an Positionen aufgeben, um Minipartner in so einer Regierung zu werden?" Die drei Parteien seien sich lediglich einig, die CSV in die Opposition zu schicken. Sie freue sich schon auf die Reaktionen von LSAP und OGBL, wenn sie das konsequente "Nein" der DP zum Beispiel zur Finanztransaktionssteuer schlucken müssten. "Das kann noch lustig werden."

Die Aufzeichnung des Videos fand bereits wenige Tage nach den Wahlen in Brüssel statt. Es wurde allerdings erst zum Wochenende veröffentlicht.