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Asbest: Asbest im Jean Monnet Gebäude

Asbest: Asbest im Jean Monnet Gebäude

Lokales 04.07.2014

Asbest: Asbest im Jean Monnet Gebäude

Im Jean-Monnet-Gebäude auf Kirchberg wurde an verschiedenen Stellen Asbest festgestellt. Zwei Personen sollen bereits an den Folgen der Substanz erkrankt sein.

(ml) - Die Tage des Jean Monnet Gebäudes auf Kirchberg, das 1975 eröffnet wurde, sind gezählt: Demnächst wird es angerissen. Es entspricht nicht mehr den Ansprüchen von heute. Des weiteren wurde an verschiedenen Stellen Asbest festgestellt. Zwei Personen sollen bereits an den Folgen von Asbest erkrankt sein.

Asbestfasern setzen sich in den Verästelungen der Atemwege fest und können dort schlimmstenfalls Lungenkrebs auslösen. Unter Berufung auf Gewerkschaftskreise, berichtete „L'essentiel“ am Freitag gar von einem Todesfall, der in Verbindung mit dem Asbestbefall stehen soll.

Das sagt der Außenminister 

Die Problematik war auch Thema gestern beim Pressebriefing nach der Kabinettssitzung.  Außenminister Jean Asselborn versicherte, dass in der Vergangenheit alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen worden seien, um die Asbestbelastung in den Griff zu bekommen. Eine Risikoanalyse, die 2013 durchgeführt wurde, habe Werte unterhalb der zulässigen Obergrenze ergeben. Dennoch seien Experten zu dem Schluss gekommen, dass "es eine Verbindung geben könnte zwischen der Asbestbelastung und den beiden Krankheitsfällen".

Nun muss die Luxemburger Regierung sich nach alternativen Räumlichkeiten (geschätzte 40000 Quadratmeter) für 1.600 EU-Beamte umsehen und wird mit der EU-Kommission über die Miete verhandeln müssen, die wahrscheinlich höher ausfallen wird als die Miete für das Jean-Monnet-Gebäude, wie Asselborn erklärte. Spätestens Ende 2014 sollen diese Räumlichkeiten gefunden sein. Asselborn geht davon aus, dass die Beamten in mehreren Gebäuden untergebracht werden müssen.

Am kommenden Dienstag wird der Luxemburger Diplomatiechef in Brüssel über das weitere Vorgehen mit der Kommission beraten. Asselborn geht des Weiteren davon aus, dass das Jean-Monnet II (Kostenpunkt: rund 300 Millionen Euro), in dem 3.800 EU-Beamte arbeiten werden, frühestens 2020/2021 fertig sein wird.