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Armee ehrt im Dienst getötete Militärs
Lokales 15 16.09.2019

Armee ehrt im Dienst getötete Militärs

26 Namen stehen auf dem Denkmal, das ab nun an der Place du Souvenir der Caserne Grand-Duc Jean in Diekirch an die im Dienst getöteten Luxemburger Armeemitglieder erinnert.

Armee ehrt im Dienst getötete Militärs

26 Namen stehen auf dem Denkmal, das ab nun an der Place du Souvenir der Caserne Grand-Duc Jean in Diekirch an die im Dienst getöteten Luxemburger Armeemitglieder erinnert.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 15 16.09.2019

Armee ehrt im Dienst getötete Militärs

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Sieben Monate nach der Explosion im Armeedepot am Waldhaff, die zwei Soldaten das Leben kostete, wurde am Montag am Herrenberg ein Denkmal für alle im Dienst getöteten Luxemburger Militärs enthüllt.

Als Großherzog Henri, Staatsminister Xavier Bettel, Kammerpräsident Fernand Etgen und Verteidigungsminister François Bausch beim Ertönen der Sonnerie aux morts die Köpfe neigten, da war es, als verbeuge sich das ganze Land vor jenen, die in Diensten der Luxemburger Armee für ihr Land eintreten – und inbesondere jenen, die dabei als höchstes Opfer ihr eigenes Leben gegeben haben.

Am Montagmorgen wurde an der Place du Souvenir der Militärkaserne am Diekircher Herrenberg ein Gedenkstein für alle 26 Militärangehörige enthüllt, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs im Dienst getötet worden sind. Die würdige Zeremonie stand ganz im Zeichen des Dankes und der Anerkennung, aber auch der Trauer, immerhin liegt es erst sieben Monate zurück, als bei der Explosion einer zu entsorgenden Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg im Munitionsdepot am Waldhaff zuletzt zwei Luxemburger Soldaten ihr Leben lassen mussten. Ein Ereignis, das nun auch den Ausschlag zur Errichtung des Denkmals am Herrenberg gab.

Für den Dienst am Anderen

Im Beisein der Hinterbliebenen sicherte Generalstabschef Alain Duschène den Familien der Opfer denn auch das Mitgefühl und die fortwährende Unterstützung der Armee zu, die sich nicht umsonst als große Familie empfinde. Der Armee sei es daher wichtig, jene nicht zu vergessen, die aus ihrer Mitte gerissen wurden, und deren Angehörige immer wieder in ihre Mitte einzuladen.


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Ob in der Heimat oder im Ausland gestorben, ob bei Unglücken oder bei Friedensmissionen, mit ihrem Engagement in der Luxemburger Armee hätten alle getöteten Militärs ihr Leben für den Dienst am Lande und am Nächsten hingegeben, wie auch Verteidigungsminister François Bausch und Staatsminister Xavier Bettel betonten. Und zum Erhalt des Friedens, den man im Großherzogtum nun bereits seit Ende des Zweiten Weltkriegs genießen dürfe. Ihnen allen sei damit auch der Dank des ganzen Landes sicher.


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