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Armee: Bausch stärkt General den Rücken
Lokales 2 Min. 20.12.2019

Armee: Bausch stärkt General den Rücken

Die Weihnachtsfeier auf Herrenberg bot der Armee Gelegenheit, auf ein Jahr mit manchen Höhepunkten, aber auch tragischen Ereignissen zurückzublicken.

Armee: Bausch stärkt General den Rücken

Die Weihnachtsfeier auf Herrenberg bot der Armee Gelegenheit, auf ein Jahr mit manchen Höhepunkten, aber auch tragischen Ereignissen zurückzublicken.
Foto: Arlette Schmit
Lokales 2 Min. 20.12.2019

Armee: Bausch stärkt General den Rücken

Arlette SCHMIT-THIERING
Arlette SCHMIT-THIERING
Generalstabschef Alain Duschène hat die Weihnachtsfeier der Armee genutzt, um sich für die Solidaritätsbekundungen angesichts der Demissionsforderungen aus Gewerkschaftskreisen zu bedanken. Rückendeckung spendete dabei auch Verteidigungsminister François Bausch.

Die jüngsten Schusswechsel zwischen dem Dachverband der Armee- und Polizeigewerkschaft SPFP auf der einen Seite sowie Generalstabschef Alain Duschène auf der anderen hinterließen ihren Pulvergeruch auch bei der traditionellen Weihnachts-feier der Armee im militärischen Zentrum auf dem Diekircher Herrenberg.

So kam General Duschène nicht umhin, noch einmal auf die Vorwürfe und Rücktrittsforderungen einzugehen, die der Vorsitzende der Gewerkschaft SPFP, Pascal Ricquier, zuletzt gegen ihn erhoben hatte.


 Parc Hotel Alvisse. PK SPFP - Toute la vérité dans la causa SCHLECK. Photo: Steve Eastwood
Streit in der Armee: Schleck droht General
Der Präsident der Armeegewerkschaft Christian Schleck fordert General Alain Duschène per Gerichtsvollzieher zur Offenlegung aller Dokumente mit Bezug auf seine Versetzung auf.

Der Hintergrund: Die Gewerkschaft hatte Duschène in Bezug auf die geplante Ver-setzung von Christian Schleck, Präsident der Armeegewerkschaft SPAL, auf einen neuen, geheimnisgebundenen Posten vorgeworfen, Schlecks gewerkschaftliche Arbeit unmöglich machen zu wollen. Ein Vorwurf, den der General in der Folge mit Verweis auf das übliche Rotationsprinzip bei den Aufgabenzuweisungen innerhalb der Armee, die für ihn nicht ersichtliche Unvereinbarkeit mit dessen Gewerkschaftstätigkeit sowie dem angeblich von Schleck selbst geäußerten Interesse an dem Posten zurückgewiesen hatte.

Rückbesinnung auf Werte der Armee

In der Folge habe er denn auch zahlreiche Solidaritätsbekundungen erhalten, so Duschène, von Soldaten über Führungskräfte bis hin zum Zivilpersonal, ja sogar von Ex-Soldaten und pensionierten Militärs. Trotz der negativen Werbung der letzten Zeit, sei er aber davon überzeugt, dass die Armee gestärkt aus den Querelen hervorgehen werde, so der General, der alsdann dazu aufrief, durch geschlossenes Handeln die Werte der Armee wieder hervorzuheben: Loyalität, Solidarität, Respekt, Ehre und Hingabe.

Rückendeckung erhielt Alain Duschène im Anschluss auch von Verteidigungsminister François Bausch, der seinerseits von unangebrachten Demissionsforderungen sprach.

Für seine Unterstützung nach dem Unfall im Munitionslager in Waldhof wurde der belgische LtCol Gunther Haustrate als Caporal d'honneur geehrt.
Für seine Unterstützung nach dem Unfall im Munitionslager in Waldhof wurde der belgische LtCol Gunther Haustrate als Caporal d'honneur geehrt.
Foto: Arlette Schmit

Waldhof und Großherzog Jean

Jenseits solcher Gefechte wurde bei der Weihnachtsfeier aber auch an den tragischen Unfall auf dem Gelände des Munitionslagers in Waldhof im Februar erinnert, bei dem zwei Militärangehörige ums Leben kamen und zwei verletzt wurden, sowie an den am 23. April verstorbenen Großherzog Jean.

Zu den Höhepunkten des Jahres zählte General Duschène derweil den Besuch des belgischen Königs im militärischen Zentrum auf dem Herrenberg. Zudem schnitt er die geplanten Renovationsarbeiten in der Kaserne an, die nun in die Umsetzungsphase gelangten.


General Alain Duschène will gerichtlich gegen SPFP-Präsident Pascal Riciquier vorgehen. Dieser habe falsche Behauptungen in die Welt gesetzt.
General Duschène: “Schleck hat sich selbst beworben”
Vieles von dem, was die Gewerkschaft SPFP verkündet habe, sei schlicht falsch dargestellt, betont der Armeechef Alain Duschène am Mittwoch im Gespräch mit dem "Luxemburger Wort" und er räumt auf.

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehe aber die Rekrutierung neuer Soldaten, dies in sämtlichen Karrieren der Armee. Verteidigungsminister François Bausch mahnte angesichts einer Gesellschaft, in der Debatten immer aggressiver ausgetragen und gleich die letzten Handlungsmittel angedroht würden, eine Rückbesinnung auf die wesentlichen Werte an.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Die Armee sei denn auch dazu da, diese Werte von Demokratie, Solidarität und Respekt zu verteidigen. Sie müsse hier mit gutem Beispiel vorangehen.

Neben den Vertretern der Vereinigungen Kannerwonsch und Wäertvollt Liewen durfte auch der Direktor der Fondation du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse, Philippe Majerus, einen Scheck entgegen nehmen.
Neben den Vertretern der Vereinigungen Kannerwonsch und Wäertvollt Liewen durfte auch der Direktor der Fondation du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse, Philippe Majerus, einen Scheck entgegen nehmen.
Foto: Arlette Schmit

Abschließend wurde der belgische Lt. Col Gunther Haustrate in Dankbarkeit für seine Unterstützung nach dem Unfall im Munitionslager in Waldhof als Caporal d'honneur ausgezeichnet.


Explosion in Waldhof: Verletzter Soldat erhält Verdienstmedaille
Der Unteroffizier John Lanser wurde bei dem Unglück im Munitionslager Waldhof im Februar schwer verletzt. Premierminister Xavier Bettel hat dem Soldaten nun eine Verdienstmedaille überreicht.

Zudem leisteten, nach der Ehrung etlicher erfolgreicher Militärsportler, die einzelnen Messen Spenden an die Vertreter der Vereinigungen Kannerwonsch, Wäertvollt Liewen und Fondation du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse.


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