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Armbanduhr-Affäre: Keine Anklage gegen Marco Mille
Marco Mille muss keine juristischen Konsequenzen befürchten.

Armbanduhr-Affäre: Keine Anklage gegen Marco Mille

Foto: Serge Waldbillig
Marco Mille muss keine juristischen Konsequenzen befürchten.
Lokales 19.02.2013

Armbanduhr-Affäre: Keine Anklage gegen Marco Mille

Für seine illegale Abhöraktion mit der Armbanduhr braucht der Ex-Direktor des Geheimdienstes keine juristischen Konsequenzen zu fürchten. Das Delikt ist verjährt, bestätigte François Bausch, Präsident der Kontrollkommission.

(ChL/DN) – Für seine illegale Abhöraktion mit der Armbanduhr braucht der Ex-Direktor des Geheimdienstes keine juristischen Konsequenzen zu fürchten. Das Delikt ist verjährt, bestätigte François Bausch, Präsident der Kontrollkommission.

Mille hatte 2008 ein Gespräch mit Premier Jean-Claude Juncker ohne dessen Wissen mit einer präparierten Armbanduhr aufgezeichnet. François Bausch teilte auf wort.lu-Anfrage mit, dass die Verjährungsfrist um einen Monat überschritten wurde. Die Staatsanwaltschaft hätte Anfang 2009 ihre Ermittlungen beginnen müssen, damit es zu einem Prozess gekommen wäre.

Am Dienstag wird die Enquête-Kommission zum Geheimdienst André Kemmer, einen ehemaligen SREL-Mitarbeiter, als Zeugen anhören. Marco Mille könnte zu einer zweiten Aussage vor der Enquête-Kommission geladen werden, selbst wenn er keine juristischen Folgen zu befürchten habe, sagte François Bausch. Dann werde Mille zu der ominösen Abhöraktion mit der Armbanduhr befragt, auf die die Kommission mit Verweis auf ein anstehendes Verfahren nicht eingegangen war.


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