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ArcelorMittal-Sitz in Kirchberg: Zusammenarbeit mit Luxemburger Büro erwünscht
Lokales 05.07.2017 Aus unserem online-Archiv

ArcelorMittal-Sitz in Kirchberg: Zusammenarbeit mit Luxemburger Büro erwünscht

Der neue Sitz des Unternehmens soll neben dem Europäischen Kongresszentrum entstehen, dort wo auf der Grafik die rote Fläche eingetragen ist.

ArcelorMittal-Sitz in Kirchberg: Zusammenarbeit mit Luxemburger Büro erwünscht

Der neue Sitz des Unternehmens soll neben dem Europäischen Kongresszentrum entstehen, dort wo auf der Grafik die rote Fläche eingetragen ist.
Grafik: ArcelorMittal
Lokales 05.07.2017 Aus unserem online-Archiv

ArcelorMittal-Sitz in Kirchberg: Zusammenarbeit mit Luxemburger Büro erwünscht

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Der neue Sitz von ArcelorMittal in Kirchberg wird von einem Architekturbüro aus dem Ausland geplant werden. Immerhin muss die Planung jedoch gemeinsam mit einem Luxemburger Unternehmen erfolgen.

(SH) - Der neue weltweite Sitz von ArcelorMittal in Kirchberg wird von einem Architekturbüro aus dem Ausland geplant werden. Bereits im Februar war Unmut bei der Luxemburger Kammer für Architekten und beratende Ingenieure aufgekommen, als das Unternehmen acht Büros aus dem Ausland eingeladen hatte, um ein Projekt auszuarbeiten - aber keines aus Luxemburg.

Zusammen mit ArcelorMittal habe der Fonds Kirchberg Kriterien aufgestellt, die eine problemlose Ausführung der Dienstleistungen für solch ein Großprojekt garantieren sollen, erklärte nun Nachhaltigkeitsminister François Bausch in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten Yves Cruchten. Weiter betonte er, dass kein Luxemburger Unternehmen diese Bedingungen erfülle.

100 Personen, 80 Architekten

Die Kandidaten mussten Beweise liefern, dass sie über die nötigen Kompetenzen, Erfahrungen, technischen und informatischen Mittel verfügen sowie dass sie zuverlässig sind und genügend Personal haben. Schätzungsweise 100 Personen werden sich an der Planung beteiligen, 80 unter ihnen müssen laut Ausschreibung Architekten sein. Dies ist dadurch bedingt, dass der Bauherr jederzeit ein aus Architekten bestehendes Team auf der Baustelle haben will. Auch müssen die Kandidaten bereits Erfahrung mit dem Bau eines Gebäudes mit einer Fläche von 55.000 Quadratmeter sowie mit eines mindestens 15 Stockwerke hohen Gebäudes mit  Stahlstruktur haben.

Ziel dieser Kriterien sei es nicht gewesen, Luxemburger Unternehmen auszuschließen, sondern lediglich zu garantieren, dass das Projekt problemlos durchgeführt werden kann, so François Bausch. Es sei eine Tatsache, dass die Luxemburger Architekturbüros weder über die nötigen Referenzen noch über genügend Personal verfügen. Und der Fonds Kirchberg könne nicht die Verantwortung übernehmen, dem Bauherren weniger strenge Kriterien aufzudrängen und damit riskieren, dass das Projekt nicht unter optimalen Bedingungen voranschreitet. 

Lokale Kenntnisse

Präzedenzfälle habe es in Kirchberg bereits gegeben - etwa beim Bau der Europäischen Investitionsbank oder dem Jean-Monnet-II-Gebäude.

Beim weltweiten Sitz von ArcelorMittal soll immerhin ein Luxemburger Architekturbüro mitwirken. Von den Kandidaten wird nämlich verlangt, dass sie sich mit einem Luxemburger Unternehmen, das die geltenden nationalen und lokalen Reglemente bestens kennt, zusammentun.

Im April waren in einer Vorauswahl die Büros "Foster+Partners", "Rem Koolhaas OMA" sowie "Wilmotte & associés" vorerst zurückbehalten worden.


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