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Arbeitszeitabkommen: Polizeigewerkschaft verweigert Zustimmung
Lokales 06.06.2019

Arbeitszeitabkommen: Polizeigewerkschaft verweigert Zustimmung

Arbeitszeitabkommen: Polizeigewerkschaft verweigert Zustimmung

Foto: Lex Kleren
Lokales 06.06.2019

Arbeitszeitabkommen: Polizeigewerkschaft verweigert Zustimmung

Bei der Polizei scheint eine bereits angekündigte Einigung beim Arbeitszeitabkommen wieder vom Tisch zu sein. Der Grund: Die Gewerkschaft stellt sich quer.

(str) - Der Syndicat National de la Police Grand-Ducale (SNPGL) verweigert dem Ministerium für Innere Sicherheit die Zustimmung für das Arbeitszeitabkommen. Der Grund: Der andauernde Personalmangel. Wie die Polizeigewerkschaft am Donnerstag in einem Presseschreiben mitteilt, sei das Ministerium nicht imstande gewesen, ausreichende Maßnahmen vorzuschlagen, um die Situation der Beamten zu verbessern.


Bei der Generalversammlung am Montag hat der SNPGL-Präsident Pascal Ricquier die Polizeidirektion und den Ressortminister scharf angegriffen.
Streit um Arbeitszeit: Polizeigewerkschaft lässt nicht locker
Der Generaldirektor rechtfertige sich mit falschen Behauptungen, schreibt der SNPGL am Donnerstag in einer Pressemitteilung – und facht damit den Disput mit der Polizeispitze weiter an.

Einem derart unbefriedigenden Abkommen könne eine Personalvertretung nicht zustimmen. Man warte nun weitere Vorschläge des Ministeriums ab.

Der SNPGL bemängelt zudem eine Konzeptlosigkeit und eine Willenlosigkeit der Entscheidungsträger eine Übereinkunft zu den Arbeitszeiten zu finden.

Darüber hinaus betont die Polizeigewerkschaft, dass es derzeit mehr als 600 Kandidaten für die B1-Laufbahn gibt. 300 Stellen habe der Minister angekündigt besetzen zu wollen. Nun sei es aber so, dass nach einem Aufnahmeexamen nur 40 Personen eingestellt werden sollen. Das sei inakzeptabel so der SNPGL und fordert die Ausarbeitung eines mehrjährigen Rekrutierungsplans. Nur so sei es möglich, die Personalengpässe ein für allemal aus der Welt zu schaffen.


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