Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Arbeiten an der Nordstraße verlaufen nach wie vor planmäßig
Lokales 16 3 Min. 15.11.2012 Aus unserem online-Archiv

Arbeiten an der Nordstraße verlaufen nach wie vor planmäßig

Lokales 16 3 Min. 15.11.2012 Aus unserem online-Archiv

Arbeiten an der Nordstraße verlaufen nach wie vor planmäßig

Die Autofahrer, die die Fertigstellung der Nordstraße sehnlichst herbeiwünschen, müssen sich noch etwas in Geduld üben. Die aktuellen Planungen sehen die Inbetriebnahme nämlich im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2015 vor.


Von Nico Muller

Die Autofahrer, die die Fertigstellung der Nordstraße sehnlichst herbeiwünschen, müssen sich noch etwas in Geduld üben. Die aktuellen Planungen sehen die Inbetriebnahme nämlich im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2015 vor, wie uns Roland Fox, verantwortlicher Ingenieur bei den „Ponts et chaussées“, dieser Tage bestätigte.

Die Arbeiten liegen also nach wie vor im geplanten Zeitrahmen. Beinahe ganz abgeschlossen sind die „Génie civil“-Arbeiten im Tunnel „Stafelter“, der als letztes großes Bauwerk der Nordstraße, die bekanntlich über 34 Kilometer von Kirchberg bis zum „Fridhaff“ oberhalb Ettelbrück führt, entstand. Begonnen haben denn auch bereits die Ausschreibungen für die elektro-mechanische Bestückung der beiden Tunnels „Stafelter“ (1 850 m) und Grouft (2 966 m). Als erstes wurden u.a. die maßgefertigten Ventilatoren für das Absaugen von Rauch in Auftrag gegeben. Ende 2014 soll die Bestückung abgeschlossen sein. 

Umbau des Verteilers

Anschließend beginnt dann eine Testphase, die im günstigsten Fall zwei Monate dauert. Sie kann allerdings auch bis zu einem halben Jahr in Anspruch nehmen, falls irgendwelche Mängel an den Sicherheitsinstallationen festgestellt werden sollten. Vor dem Südportal des „Stafelter“ soll in Kürze mit dem Umbau des Verteilers angefangen werden, dies aus sicherheitstechnischen Gründen sowie aus Gründen der flüssigeren Gestaltung des Verkehrs. Die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre hätten zu dieser Entscheidung geführt, so Roland Fox.

Die entsprechenden Arbeiten sollen rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Für Mitte 2013 rechnen die Verantwortlichen der „Ponts et chaussées“ mit der Fertigstellung des 2 775 Meter langen Teilstücks der künftigen A7 auf dem „Haeschtreferbierg“ zwischen den beiden Tunnels „Grouft“ und „Stafelter“. Obwohl noch nicht überall der erste Belag aufgebracht wurde, hat stellenweise schon das Installieren der kalifornischen Mauern bzw. der Leitplanken begonnen. Die Wildbrücke „Réngelbour“ (100 m breit) ist ihrerseits ebenfalls bereits soweit fertiggestellt.

„Finanzierung ist abgesichert“

Mit der vom Ministerrat am 21. Dezember 2011 bewilligten weiteren „Rallonge budgétaire“ in Höhe von 58,1 Millionen Euro zur Finanzierung der Nordstraße wird man aller Voraussicht nach nun auch auskommen. Bekanntlich waren bereits durch das Gesetz vom 27. Juli 1997 367 Millionen Euro und dann noch einmal 229 Millionen Euro durch das Gesetz vom 3. August 2005 für die Finanzierung der Nordstraße bewilligt worden.

Der Abschluss des Nordstraßenprojekts rückt also immer mehr in Sichtweite. Die groben Erdbewegungsarbeiten auf freier Strecke sowie diejenigen im Zusammenhang mit den Tunnelbauten sind soweit abgeschlossen, und es geht in den kommenden zwei Jahren mehr oder weniger nur noch um die Installierung von Sicherheitsvorrichtungen in den beiden Tunnels „Grouft“ und „Stafelter“ sowie auf der offenen Strecke „Haeschtreferbierg“.

Wenn keine prozeduralen Schwierigkeiten, etwa bei Ausschreibungen, die Fertigstellung hinauszögern, wird das 15 Kilometer lange Teilstück Mersch-Kirchberg also rund 18 Jahre, nachdem es von der Abgeordnetenkammer im Juli 1997 bewilligt worden war, in Betrieb genommen werden können. Die so genannte Ostvariante war dem Parlament vom damaligen Bautenminister Robert Goebbels nach jahrelangen Diskussionen und Studien schließlich ans Herz gelegt worden.

Viele Brücken und Tunnel

Als erstes konnte bekanntlich am 16. November 2001 das Teilstück Colmar/Berg-Mersch (10,5 Kilometer) für den Verkehr freigegeben werden. Es folgten am 13. September 2002 dasjenige zwischen Kirchberg und Waldhof (1,3 Kilometer) sowie am 24. Januar 2008 der Abschnitt Mersch-Lorentzweiler (vier Kilometer).

Der Anteil an Brückenbauwerken und Tunnels auf der genau 33,3 Kilometer messenden Nordstraße zwischen Kirchberg und „Fridhaff“ ist sehr groß. So kommt man auf eine Kilometerzahl von 3,22, wenn man alle acht Brücken zusammenrechnet. Die vier Tunnels auf der Strecke (Kinderdorf Mersch, „Gousselerbierg“, „Grouft“ und „Stafelter“ kommen zusammen auf 8,06 Kilometer. Das macht also über ein Drittel der gesamten Trasse aus. Erinnern wir in dem Zusammenhang daran, dass der Tunnel „Stafelter“ gebaut wurde, um nicht das Waldgebiet des „Gréngewald“ zu durchschneiden.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema