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Arbed-Gebäude für 1 Euro?
Lokales 11.12.2012

Arbed-Gebäude für 1 Euro?

„Wenn ein Gebäude der Stadt es verdient, unter Denkmalschutz gestellt zu werden, dann dieses“, sagt Schöffin Lydie Polfer.

Arbed-Gebäude für 1 Euro?

„Wenn ein Gebäude der Stadt es verdient, unter Denkmalschutz gestellt zu werden, dann dieses“, sagt Schöffin Lydie Polfer.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 11.12.2012

Arbed-Gebäude für 1 Euro?

Justin Turpel (Déi Lénk) wurde am Montag die „Ehre“ zuteil, die letzte „Frage an den Schöffenrat“ des Jahres zu stellen. Die war durchaus interessant, erkundigte sich der Stadtrat doch über die Zukunft des alten Arbed-Gebäudes an der Avenue de la Liberté.

(ham) - Justin Turpel (Déi Lénk) wurde am Montag die „Ehre“ zuteil, die letzte „Frage an den Schöffenrat“ des Jahres zu stellen. Die war durchaus interessant, erkundigte sich der Stadtrat doch über die Zukunft des alten Arbed-Gebäudes an der Avenue de la Liberté. Offiziell sind es die hohen Heiz- und Unterhaltskosten, die ArcelorMittal dazu bewogen haben, das Gebäude demnächst zu schließen. Justin Turpel wollte vom Schöffenrat u. a. wissen, ob eine Möglichkeit besteht, dass ArcelorMittal das historische Gebäude der Stadt für einen symbolischen Preis überlassen könnte.

„Wenn ein Gebäude der Stadt es verdient, unter Denkmalschutz gestellt zu werden, dann dieses“, betonte Schöffin Lydie Polfer und erklärte, dass dies aber im Kompetenzbereich des Staates liege. Durch den „Secteur protégé du plan Bourbon“ sei das Gebäude von außen aber geschützt. Nun habe ArcelorMittal verlauten lassen, dass man das Gebäude veräußern möchte.

„Es wäre natürlich schön, wenn wir es für den symbolischen Euro kaufen könnten, doch wage ich das zu bezweifeln“, meinte Polfer. Über eine neue Verwendung sei noch nicht mit der Regierung gesprochen worden, so Lydie Polfer weiter. Die Stadt Luxemburg sehe keine sofortige Verwendung, doch sei auf nationaler Ebene zuletzt von neuen Kulturinstituten gesprochen worden. Auch würde ein Hotel dem alten Gebäude gut stehen. „Wir werden bei der ersten Gelegenheit mit Kulturministerin Octavie Modert über alle Möglichkeiten reden“, so Polfer.


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