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Appell des Polizeiministers im Vorfeld des EM-Finales
Lokales 3 Min. 09.07.2021 Aus unserem online-Archiv
Covid-Auflagen

Appell des Polizeiministers im Vorfeld des EM-Finales

Polizeiminister betonte am Freitag nochmals, wie wichtig es sei, die Covid-Auflagen zu respektieren.
Covid-Auflagen

Appell des Polizeiministers im Vorfeld des EM-Finales

Polizeiminister betonte am Freitag nochmals, wie wichtig es sei, die Covid-Auflagen zu respektieren.
Gerry Huberty
Lokales 3 Min. 09.07.2021 Aus unserem online-Archiv
Covid-Auflagen

Appell des Polizeiministers im Vorfeld des EM-Finales

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Die Polizei kontrolliert weiterhin das Einhalten der Covid-Auflagen. In Hinblick auf das EM-Finale am Sonntag sind mehr Beamte im Einsatz.

„Die Pandemie ist noch immer nicht vorbei. Die letzten Zahlen zeigen, dass wir uns noch immer am Respekt von diesem Ereignis bewegen müssen“, mahnte Polizeiminister Henri Kox am Freitag. Im Zuge einer Pressekonferenz ging er nochmals auf die Rolle der Polizei im Kampf gegen die Pandemie ein: nämlich sowohl im präventiven als auch repressiven Bereich für den Einhalt der geltenden Auflagen zu sorgen. Und so wird die Polizei auch weiterhin Kontrollen durchführen - auch im Zuge der Änderungen der Covid-Gesetzgebung, die kommende Woche in Kraft treten sollen. 

Am Donnerstag hatten Gesundheitsministerin Paulette Lenert und Vizepremier Dan Kersch punktuelle Anpassungen angekündigt. Voraussichtlich ab dem 16. Juli werden bei sämtlichen Covid-Check-Veranstaltungen - also Veranstaltungen, bei denen keine Maskenpflicht und Mindestabstände gelten - nicht-zertifizierte Selbsttests nur noch bis Mitternacht gültig sein. Länger bleiben dürfen nur Gäste mit einem negativen PCR-Test oder zertifizierten Schnelltest - oder eine der beiden anderen Covid-Check-Kriterien muss erfüllt sein, das heißt der Gast muss entweder vollständig geimpft oder rezent geheilt sein.    

Die Änderungen betreffen aber auch den Privatbereich: Ab dem 16. Juli sind Treffen von mehr als zehn Personen möglich, allerdings, müssen sie vorab bei der Santé als Covid-Check-Veranstaltung gemeldet werden. 


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Während der Pressekonferenz stellte der Zentraldirektor der Police administrative, Pascal Peters, allerdings klar, dass Kontrollen im Privatbereich nur stattfinden würden, wenn die Polizei Hinweise über ein mutmaßliches Fehlverhalten erhalten würde. Anders sieht es indes im Gastronomiebereich aus. Dort sollen die Beamten nämlich wie bereits in der Vergangenheit stichprobenartige Kontrolle durchführen - sowohl in Uniform als auch in Zivilkleidung. 

Pascal Peters ist Zentraldirektor der Police administrative.
Pascal Peters ist Zentraldirektor der Police administrative.
Foto: Gerry Huberty

Wie die Betriebe die neuen Änderungen umsetzen, sei ihnen überlassen, betonte Pascal Peters. Die Polizei stehe aber auch beratend zur Seite. Denkbar sei unter anderem ein System mit Armbändern, um Gäste ohne zertifizierten Schnelltest von anderen unterscheiden zu können. Wichtig sei in jedem Fall, dass der Betreiber das Einhalten der Auflagen im Falle einer Kontrolle nachweisen könne.  

Strengere Strafen

Veranstalter, die sich nicht an die Regeln halten, müssen mit hohen Geldstrafen rechnen:  Ab kommender Woche gelten höhere Bußgelder. Verstöße werden mit Strafen von bis zu 6.000 Euro geahndet, bislang waren es 4.000 Euro. Im Wiederholungsfall sind Strafen bis zu 12.000 Euro vorgesehen.


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Seit dem Ende der nächtlichen Ausgangssperre am 14. Juni habe die Polizei insgesamt 170 Kontrollen durchgeführt, so Pascal Peters. Dabei seien 60 Gastgewerbe genauer unter die Lupe genommen worden und sechs Bußgelder oder Vorladungen ausgestellt worden. Berichte, die sich alleine auf Verfehlungen der Covid-Bestimmungen beziehen, seien in diesem Zeitraum keine ausgestellt worden. Allerdings seien mehrere Ermittlungen in diesem Zusammenhang noch im Gange. 

Seit Beginn der Pandemie hat die Polizei indes mehr als 22.000 Kontrollen durchgeführt - wovon ein Viertel die Ausgangssperre betreffen. Rund 8.600 Bußgelder oder Vorladungen und 740 schriftliche Berichte an die Staatsanwaltschaft oder die Santé seien die Folge gewesen, so Pascal Peters. 

Mehr Kontrollen am Sonntag

Polizeiminister Henri Kox betonte indes, dass bereits im Hinblick auf das EM-Finale am Sonntag deutlich mehr Polizisten im Einsatz sein werden, um das Einhalten der Auflagen zu kontrollieren. Es seien Veranstaltungen und Zusammenkünfte geplant, diese müssten allerdings im Respekt der Regeln stattfinden. 


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„Wir wissen leider aus den Erfahrungen von vor zwei Wochen, dass ein Ereignis wie der Nationalfeiertag uns noch nicht auf den sicheren Weg gebracht hat. Wir sind also noch weiter angehalten, an den Auflagen festzuhalten, um die Pandemie im Griff zu behalten“, so Kox. Es bestehe durchaus die Gefahr, dass Luxemburg wieder als Risikogebiet eingestuft werde. Jeder trage im Kampf gegen die Pandemie eine Verantwortung. Henri Kox machte einen „warmen Appell“, die Regeln weiter einzuhalten.

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