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Apothekendieb riskiert Haftstrafe
Lokales 07.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Apothekendieb riskiert Haftstrafe

Das Urteil ergeht am 16. Januar.

Apothekendieb riskiert Haftstrafe

Das Urteil ergeht am 16. Januar.
Foto: Lex Kleren
Lokales 07.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Apothekendieb riskiert Haftstrafe

Mehrmals soll ein Mann in Wasserbillig in eine Apotheke eingebrochen sein, um sich Medikamente zu verschaffen. Nun riskiert er eine Haftstrafe.

(SH) - Gleich dreimal wurde zwischen Februar und Mai 2018 in eine Apotheke in Wasserbillig eingebrochen. Dabei wurden neben Bargeld auch Medikamente entwendet – Schlafmittel, Potenzmittel, Medizin gegen Übelkeit, aber auch verschreibungspflichtige, starke Schmerzmittel.

Der Diebstahl dieser Analgetika führte dazu, dass bei Mitarbeitern der Apotheke ein Verdacht entstand. Denn nur ein einziger Kunde bezieht diese starken Schmerzmittel regelmäßig. Und genau dieser Mann hatte nach einem der Einbrüche, bei dem eine Geldrolle gestohlen worden war, mit Münzen aus solch einer Rolle bezahlt.

Nun musste sich der 37-jährige Mann wegen der Einbrüche vor Gericht verantworten. Dabei wird ihm vor allem der letzte Vorfall in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai 2018 zulasten gelegt. Denn nach diesem war es bei dem Mann zu einer Hausdurchsuchung gekommen, bei der eine Tüte mit Medikamenten gefunden worden war. Zudem hatte der Mann den Einbruch im Polizeiverhör gestanden. Wie ein Ermittler vor Gericht erklärte, soll der Angeklagte in besagter Nacht gegen 1 Uhr Schmerzen verspürt haben und deshalb in die Apotheke eingestiegen sein.

Beweise fehlen

Für den Vertreter der Staatsanwaltschaft gibt es zumindest für den letzten Vorfall keine Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Schwieriger gestaltet sich die Beweislage, was die beiden Einbrüche von Februar 2018 angeht. Bei dem ersten Vorfall hatte der Beschuldigte die Polizei alarmiert – dem Ankläger nach eine Schutzhaltung, um nicht unter Verdacht zu geraten. Beim zweiten Einbruch waren Blutspuren des 37-Jährigen gefunden worden. Diese sollen allerdings noch vom ersten Vorfall stammen. „Ich bin überzeugt, dass er es war. Aber ich habe keine Beweise“, so der Vertreter der Staatsanwaltschaft.


Gericht - Prozesser - Photo : Pierre Matgé
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Wegen des Einbruchs und des Verstoßes gegen das Waffengesetz – der Beschuldigte war im Besitz eines verbotenen Messers – forderte er 18 Monate Haft. Unter den Auflagen, dass der Angeklagte sich eine Arbeit sucht und seine Medikamentensucht in den Griff bekommt, könne die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden. 

Das Urteil ergeht am 16. Januar.

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