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Anwohner der Rue de Strasbourg schimpfen über Drogenszene
Am hellichten Tag werden die Anwohner der Straße Zeugen von unappetitlichen Szenen.

Anwohner der Rue de Strasbourg schimpfen über Drogenszene

Foto: Facebook-Gruppe "Rue Strasbourg"
Am hellichten Tag werden die Anwohner der Straße Zeugen von unappetitlichen Szenen.
Lokales 13.09.2013

Anwohner der Rue de Strasbourg schimpfen über Drogenszene

Die Anwohner der Rue des Strasbourg im Luxemburger Bahnhofsviertel haben die Nase voll. Sie verlangen von Polizei und Politik, dass endlich Schluss mit der offenen Drogenszene und Straßenprostitution ist. Auf einer Facebook-Seite machen sie ihrem Ärger Luft.

(vb) – Die Anwohner der Rue des Strasbourg im Luxemburger Bahnhofsviertel haben die Nase voll. Sie verlangen von Polizei und Politik, dass endlich Schluss mit der offenen Drogenszene und Straßenprostitution ist. Auf einer Facebook-Seite machen sie ihrem Ärger Luft.

Am Donnerstag kulminierte die Wut der Anwohner der Rue de Strasbourg. Zu einer Versammlung mit Politikern und Polizeiverantwortlichen waren 200 Bürger gekommen. Die Bewohner in diesem Teil des Bahnhofsviertels fühlen sich vom Staat im Stich gelassen. Jeden Tag würden in der Rue de Strasbourg Straftaten begangen, die nicht geahndet würden. Besonders schädlich sei das Umfeld für Kinder der benachbarten Grundschule im Bahnhofsviertel, die täglich "ein brutales Spektakel" ansehen müssten.

"Keine Lösung in Sicht"

Auf ihrer Facebook-Seite schimpfen die Bürger über die Zustände in ihrer Straße und posten dort teils ekelerregende, teils aufrüttelnde Fotos. Doch darüber hinaus ist die Seite ein Forum, auf dem jeder seine Meinung loswerden kann. Viele machen sich intensiv Gedanken, wie es mit dem Viertel aufwärts gehen kann.

Die Bilanz der Anwohnerversammlung ist gemischt: "Ein guter Anfang, aber keine konkrete Ergebnisse", lautet das Echo eines Anwohners. Er bedauert: "Bei all den Diskussionen kam kein Lösungsweg oder auch nur eine entsprechende Idee zur Sprache."

Fixerstuff länger öffnen?

Kämpferisch gibt sich ein anderer Anwohner: "Es wird Zeit dass Polizei und Politik etwas unternehmen, sonst müssen wir es selbst in die Hand nehmen. Wir brauchen schnell eine Lösung, sonst gehen wir auf die Straße." Ein anderer will ein "Anwohner-Kollektiv" gründen.

Auf viel Zuspruch stößt ein Vorschlag von Bürgermeister Xavier Bettel, der nur leise und am Ende der Diskussion gefallen ist. "Er stellte in Aussicht, die Fixerstuff in der Rue de Thionville sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag zu öffnen. Während der Öffnungszeiten der Fixerstuff findet man kaum Junkies in der Rue de Strasbourg."

  • Die Facebook-Seite "Rue Strasbourg"

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