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Angriff am Oetringer Bahnhof: Ermittlungen laufen
Lokales 2 Min. 16.09.2019

Angriff am Oetringer Bahnhof: Ermittlungen laufen

Zwei CFL-Mitarbeiter wurden in der Nacht zum 17. März in Oetringen am Bahnhof von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen und verletzt.

Angriff am Oetringer Bahnhof: Ermittlungen laufen

Zwei CFL-Mitarbeiter wurden in der Nacht zum 17. März in Oetringen am Bahnhof von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen und verletzt.
Foto: Caroline Martin
Lokales 2 Min. 16.09.2019

Angriff am Oetringer Bahnhof: Ermittlungen laufen

Ein halbes Jahr nach dem Übergriff auf zwei CFL-Mitarbeiter sollen drei von vier Tätern identifiziert sein.

(SH) - Sechs Monate nach den Gewaltvorfällen beim Bahnhof in Oetringen dauern die Ermittlungen weiter an.

In der Nacht zum 17. März dieses Jahres war es zu gleich zwei Zwischenfällen gekommen. So wurden gegen 23.45 Uhr zunächst ein Schaffner und ein Lokführer angegriffen und verletzt. Der Schaffner hatte in Oetringen eine Gruppe von Jugendlichen bemerkt, die an den Gleisen herumtobten. Als er diese darum bat, die Gleise aus Sicherheitsgründen zu verlassen, gingen sie auf ihn los. Der Lokführer, der seinem Kollegen helfen wollte, wurde ebenfalls angegriffen.


Gare Oetrange / Bahnhof Oetringen / Angriff auf CFL-Mitarbeiter / CFL / 17.03.2019/ Foto : Caroline Martin
Sicherheit in CFL-Zügen: Bausch spricht Klartext
Auch nach dem Angriff auf zwei CFL-Angestellte im März ist Minister Bausch der Meinung, die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen seien ausreichend.

Kurze Zeit später legten im Bereich der Éiter Gare Unbekannte ein etwa 1,20 Meter großes Metallteil auf die Gleise. Ein durchfahrender Zug erfasste das Stück am frühen Morgen des 17. März wodurch eine Notbremsung ausgelöst wurde. Verletzt wurde niemand.

Von Kameras erfasst

Die Eisenbahnergewerkschaft Syprolux hatte gleich nach der Tat mitgeteilt, dass ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen nicht ausgeschlossen werden könne. Ob dem tatsächlich so ist, müssen die Ermittlungen zeigen.

Hatte die Polizei anfangs von etwa zehn Tätern gesprochen, so stehen deren mittlerweile nur noch vier im Visier der Justiz. Nach LW-Informationen sollen drei junge Männer mittlerweile identifiziert worden sein. Dies sei möglich gewesen, weil sich die Täter in den Zug begeben haben – und dort von Kameras erfasst wurden. Der Angriff auf die CFL-Mitarbeiter sei denn auch im Zug erfolgt.

Unter jenen drei Männern, die identifiziert wurden, soll sich auch der Haupttäter befinden. Bei ihm soll es sich um einen volljährigen jungen Mann handeln, der der Justiz bekannt ist. Die beiden anderen sind minderjährig.

Die Ermittler stehen in dem Fall vor einigen Schwierigkeiten. So ist die Beweislage, was den Vorfall mit dem Metallstück betrifft, dünn. Denn obwohl das Teil bereits gegen 4.30 Uhr aufgefallen war, wurde dies der Polizei erst Stunden später – um 12.11 Uhr mitgeteilt. Dies hatten Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) und Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) einen Monat nach dem Vorfall in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Fernand Katheiser (ADR) mitgeteilt.


Die beiden Vorfälle ereigneten sich beim Bahnhof in Oetringen.
Nach Angriff auf CFL-Mitarbeiter: Unbekannte legen Metallstück auf Gleise
Ein Schaffner und ein Lokführer wurden Samstagnacht von etwa zehn Jugendlichen angegriffen. Wenig später legten Unbekannte ein Metallteil auf die Gleise.

Ohne Verstärkung

Aus dieser geht auch hervor, dass nach dem Angriff auf die CFL-Mitarbeiter zwar keine zehn Minuten vergingen, bis eine erste Polizeistreife eingetroffen war, weitere Verstärkung war damals jedoch nicht angefordert worden. Dies, obwohl gewusst war, dass sich eine Gruppe von Jugendlichen wohl zu Fuß und damit aller Wahrscheinlichkeit in unmittelbarer Nähe des Einsatzorts auf der Flucht befand.

François Bausch und Taina Bofferding zufolge seien allein in der Region ein Dutzend Streifen im Dienst gewesen, die innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort hätten sein können. Inwiefern diese die Täter hätten auffinden und identifizieren können, bleibt nun jedoch offen.  

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