Analyse: Zugunglück in Zoufftgen: Das schwarze Loch hinter der Grenze
(str) - Sehr schnell war nach dem Zugunglück klar, dass ein menschlicher Fehler zu der Kollision geführt hatte, die sechs Menschen das Leben und 16 andere die Gesundheit kostete: Der Lokführer des Luxemburger Pendlerzugs hatte zwischen Bettemburg und Thionville den Befehl erhalten, auf einem eingleisigen Streckenabschnitt ein rotes Signal zu überfahren, obwohl ein Güterzug aus Frankreich entgegenkam.
Eine Kette von Fehlern
Zehn Jahre nach dem Unglück ist aber deutlich, dass der fatale Fehler keine einzelne Handlung einer Person war, sondern aus einer Verstrickung von Ereignissen hervorging, die schließlich dazu führte, dass die Züge, nachdem der Irrtum bemerkt worden war, nicht mehr rechtzeitig gestoppt werden konnten (siehe Chronologie) ...
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