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An Christi Himmelfahrt: „Sauer-Power“
Geballte Frauen- und Männer-Power: Die Diekircher Regionalgruppe der „Landjugend“; zeichnet dieses Jahr 
verantwortlich für die Ausrichtung des „Landjugenddag 2017“ im „Birkelhaff“ in Erpeldingen/Sauer. Dann kann 
ja nichts mehr schief gehen, oder?

An Christi Himmelfahrt: „Sauer-Power“

Foto: Landjugend Diekirch
Geballte Frauen- und Männer-Power: Die Diekircher Regionalgruppe der „Landjugend“; zeichnet dieses Jahr 
verantwortlich für die Ausrichtung des „Landjugenddag 2017“ im „Birkelhaff“ in Erpeldingen/Sauer. Dann kann 
ja nichts mehr schief gehen, oder?
Lokales 3 Min. 24.05.2017

An Christi Himmelfahrt: „Sauer-Power“

Jean-Paul SCHNEIDER
Jean-Paul SCHNEIDER
Dass man heutzutage Jugendliche noch mit einer „Rallye“ hinter dem Ofen hervorlocken kann, beweist die „Landjugend a Jongbaueren“ an Christi Himmelfahrt in Erpeldingen an der Sauer.

(sjp.) - „Zu Ierpeldeng laanscht Sauer braucht Dir vill Power“, heißt es auf der Einladung zum „43. Landjugenddag“ am Donnerstag im „Birkelhaff“ in Erpeldingen/Sauer.

Dieses Jahr ist es die „Landjugend Diekirch asbl“, die mit der Ausrichtung des „Landjugenddag“, Ausgabe 2017, beauftragt ist.

Seit 1975 wird dieses, für Luxemburger Verhältnisse, Megaevent, das immerhin Hunderte von jungen Leuten anzieht, jährlich abwechselnd von den sieben Regionalgruppen „Cliärref“, „Dikrich“, „Furen“, „Maacher“, „Süden“, „Uewersauer“ und „Zenter“ organisiert.

Grundgedanke und Ziel des „Landjugenddag“ sind bereits seit dessen Anfängen, die Jugendlichen während eines Tages im ländlichen Raum zusammenzuführen und ihnen die Möglichkeit zu geben, die Dörfer kennenzulernen.

Die Organisation eines solchen Tages sei stets mit viel Arbeit verbunden und verlange einen enormen Einsatz seitens der zuständigen regionalen Landjugendgruppe, verrät uns Nelly Meyers, Präsidentin der Landjugend.

Monatelang im Voraus wird dieser Tag auf ehrenamtlicher Basis organisiert. Es werde zwar immer schwieriger, neue Leute für „die Sache“ zu begeistern und zu motivieren. „Mee grad dat mécht d'Landjugend aus“, betont die Präsidentin mit einem Augenzwinkern.

„Die Landjugend, das sind junge Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich engagieren, sich bemühen und somit zu verantwortungsbewussten Mitgliedern unserer Gesellschaft heranwachsen“, unterstreicht Nelly Meyers.

Tatkraft zum Quadrat

Weitere Aktivitäten und Aktionen der „Landjugend a Jongbaueren“ sind im Zweijahres-Rhythmus die „36-Stonnen-Aktioun“, bei der es 2018 erneut darum gehen wird, in einem Dorf eine gemeinschaftliche Arbeit binnen 36 Stunden unentgeltlich zu verrichten.

Diese wird von den Gemeindeverantwortlichen geplant und vorbereitet, bleibt aber bis zum letzten Augenblick geheim.

Laut Präsidentin sind somit seit 2000 quer durchs Land bereits Grill-, Rast- und Spielplätze, Chalets, Wanderwege, ein Adventurepark und vieles mehr durch den uneigennützigen Einsatz der „Lëtzebuerger Landjugend“ (LLJ) entstanden.

Daneben wird jedes Jahr aufs Neue der „Dag vun der Kooperatioun“ organisiert, um die hauseigene ONG, die „Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren, Service Coopération asbl“, die in mehreren afrikanischen Ländern Entwicklungshilfe leistet, finanziell zu unterstützen.

Alle zwei Jahre steht dann auch der von der LLJ „Zenter“ organisierte Internationale Mähdreschercross auf der Agenda, dessen zwölfte Ausgabe am kommenden 27. August in Rambrouch über die Bühne geht und bei der bis zu 6 000 Zuschauer erwartet werden.

Für die „Landjugend a Jongbaueren“ von Erfolg gekrönt war die Veranstaltung „Bauerenhaff an der Stad“ am ersten Aprilwochenende bei der „Gëlle Fra“.

Und „last but not least“ sind noch die Herausgabe einer verbandseigenen Zeitung vierteljährlich, eines jährlichen Kalenders sowie die aktive Präsenz bei der „Foire agricole“ in Ettelbrück und die Aktion „Fro de Bauer“ zu erwähnen.

Nelly Meyers
Nelly Meyers
Foto: Chris Karaba

Nelly Meyers – Seit 2015 ist die gelernte Erzieherin (25) Präsidentin der „Landjugend“. Von ihrer Kindheit an ist sie mit dem Leben auf dem Land eng verbunden. Ihre Eltern haben einen landwirtschaftlichen Betrieb, und ihr großer Bruder nahm sie mit zur „Landjugend“. Seitdem ist sie ein Teil von ihr.

  • Was hat Sie dazu bewogen, Präsidentin der „Landjugend“ zu werden?

Zum einen, um meine Persönlichkeit zu stärken, zum anderen, um junge Menschen zusammenzubringen. Wenn ich nächstes Jahr den Vorsitz der „Landjugend“ abgebe, damit frischer Wind hineinkommt, kann ich auf drei Jahre ausschließlich gute Erfahrungen zurückblicken.

  • Was haben Sie sich als Vorsitzende zum Ziel gesetzt?

Für mich ist es wichtig, so viel wie möglich mit den Jugendlichen im Austausch zu stehen. Wenn man nicht miteinander redet, wird es schwierig, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

  • Wie sehen Sie die Zukunft der „Landjugend“?

Allzu große Sorgen mache ich mir keine. Klar gibt es in einer 1 400 Mitglieder starken Vereinigung immer wieder Aufs und Abs. Mal ist eine Gruppe stärker als die andere oder umgekehrt. Wichtig ist, dass die „Alten“ nicht zu lange bleiben, damit sich eine Organisation durch Führungswechsel und Veränderung erneuern kann.

Interview: Jean-Paul Schneider

Programm am Donnerstag

10 Uhr: Jugendmesse mit Erzbischof Jean-Claude Hollerich;

11 Uhr: Ehrenwein im „Birkelhaff“ (bei Regen in der Buvette des „FC 72 Ierpeldeng“);

12 Uhr: Mittagessen und Startschuss der Rallye;

22 Uhr: Preisüberreichung mit anschließendem Tanzball.

Den ganzen Tag über Animationen für Groß und Klein mit Konzert der „Ierpeldenger Musek“.





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