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Am Sonntagmorgen im Mariendom: „Verlooss ons net an der Gefor!“
Lokales 9 2 Min. 25.05.2014

Am Sonntagmorgen im Mariendom: „Verlooss ons net an der Gefor!“

Lokales 9 2 Min. 25.05.2014

Am Sonntagmorgen im Mariendom: „Verlooss ons net an der Gefor!“

Mit der feierlichen Schlussprozession durch die Straßen der Hauptstadt geht am Sonntagnachmittag die Muttergottesoktave 2014 zu Ende. Zuvor standen noch mehrere Ereignisse im Mariendom auf dem Programm, darunter das Pontifikalamt mit Erneuerung der Weihe an die Trösterin.

(M.H.) - „Helleg Maria, Gottesmamm, Tréischterin am Leed! Mat dem ganze Lëtzebuerger Vollek erwielen ech Dech haut op en Neits a mengem eegenen Numm an am Numm vu mengen Nofolger zu eiser Schutzpatréinesch, déi beim Härgott fir eis antrëtt.“ Diese Worte sprach Erzbischof Jean-Claude Hollerich am Sonntagmorgen vor dem Gnadenbild. Bei der Erneuerung der Weihe an die Trösterin war der Oberhirte umgeben von den Geistlichen Erny Gillen, Georges Hellinghausen, Henri Hamus und Patrick Muller. Der Bischof von Trier, Mgr. Stephan Ackermann, stand dem beeindruckenden Pontifikalamt am Schlusssonntag der Muttergottesoktave vor.

An einem besonderen Tag für ganz Europa wies Bischof Ackermann eingangs der Eucharistiefeier auf den Ursprung der Oktave hin, der auch in einem Akt der Wahl liegt. Mit dem Bischof von Trier waren der Apostolische Nuntius in Luxemburg, Mgr. Giacinto Berloco, der Erzbischof von Luxemburg, Jean-Claude Hollerich, der emeritierte Erzbischof Mgr. Fernand Franck, der Erzbischof von Straßburg, Mgr. Jean-Pierre Grallet, der Bischof aus dem kapverdischen Ildo, Mgr. Augusto dos Santos Lopes Fortes, der Bischof aus dem rumänischen Oradea Mare, Mgr. Virgil Bercea, der Abt von Clerf, Dom Michel Jorrot O. S. B. sowie weitere Geistliche an den Altar getreten.

Großherzogliches Paar wohnte dem Pontifikalamt bei

Auch Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa wohnten zusammen mit Ehrenstaatsminister Jacques Santer, Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer und vielen weiteren Marienverehrern dem Pontifikalamt bei.

Das großherzogliche Paar bei seiner Ankunft vor der Kathedrale.
Das großherzogliche Paar bei seiner Ankunft vor der Kathedrale.
Foto: Joaquim Valente

Auf das Leitwort der diesjährigen Marienwallfahrt „Maacht dat, wat hien iech seet!“, hatte Mgr. Stephan Ackermann, seine Predigt aufgebaut. Bei der Hochzeit in Kana sei nach dem Ratschlag Mariens der anschließende Auftrag Jesu an die Diener überraschend einfach gewesen, nämlich: „Füllt die Krüge mit Wasser!“ Die Diener hätten diese Anweisung befolgt, ohne sie zu hinterfragen, was nicht immer bei den Aposteln der Fall gewesen sei.

„Kann man auch in einer Zeit, in der manches in Frage gestellt wird, mit der stets gleichen, schlichten Antwort des Glaubens auskommen?“, fragte der Prediger, bevor er darauf hinwies, dass das Entscheidende am Glauben auch heute der Inhalt sei und bleibe. Gerade das Einfache, das Unspektakuläre und das Nächstliegende falle uns jedoch oft ziemlich schwer. Der Glaube aber fordere uns persönlich und ganz konkret ein. Wenn wir auf den Ratschlag Mariens hörten, könne das Leitwort der Muttergottesoktave 2014 zum Lebenswort werden.

Hochkarätiges, kirchenmusikalisches Programm

Mit einem hochkarätigen kirchenmusikalischen Programm warteten die Sängerinnen und Sänger der Maîtrise der Kathedrale um Dirigent Marc Dostert, mit Kantorin Gaby Langehegermann sowie mit den Organisten Paul Breisch an der klassischen Orgel und Gilles Leyers an der symphonischen Orgel, auf. „Léif Mamm, ech weess et net ze son, wéi gär ech bei Dir sinn!“, stimmten am Schluss des beeindruckenden Pontifikalamtes mit allen Marienverehrern vor Ort wohl auch jene Zuschauer ein, die zu diesem Zeitpunkt über Fernsehen oder Internet mit dem Muttergottesheiligtum verbunden waren.

Mit der Schlussprozession, der auch die großherzogliche Familie beiwohnte, ging die diesjährige Muttergottesoktave am Sonntagnachmittag zu Ende.