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Am Sonntag in der Hauptstadt: "Picknicken" auf dem Pont Adolphe
Lokales 4 2 Min. 12.09.2017

Am Sonntag in der Hauptstadt: "Picknicken" auf dem Pont Adolphe

Die hängende "Passerelle" ist in erster Linie für Radfahrer angedacht, darf aber auch von Fußgängern genutzt werden.

Am Sonntag in der Hauptstadt: "Picknicken" auf dem Pont Adolphe

Die hängende "Passerelle" ist in erster Linie für Radfahrer angedacht, darf aber auch von Fußgängern genutzt werden.
Foto: Lex Kleren
Lokales 4 2 Min. 12.09.2017

Am Sonntag in der Hauptstadt: "Picknicken" auf dem Pont Adolphe

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
Am Sonntag steht die Hauptstadt ganz im Zeichen des Fahrrads und des Sports - mit einer Spezialausgabe des "Vide grenier", einem vielfältigen Animationsprogramm und einer neuen Attraktion. Auch die Geschäfte haben geöffnet.

(DL) - Dass der Raum zwischen den beiden Bögen des Pont Adolphe einmal so genutzt wird, hätte zu seiner Bauzeit in den Jahren 1901 bis 1903 wohl niemand geahnt. Obwohl, vielleicht hat der französische Ingenieur Paul Séjourné, als er die damals größte Steinbogenbrücke der Welt entworfen hat, auch einfach nur vorausschauend gehandelt? 114 Jahre nach ihrer Eröffnung wird die „Nei Bréck“ jedenfalls noch einmal so richtig trumpfen, dies dank einer neuen, hängenden „Passerelle“ unterhalb der Fahrbahnplatte.

Am Sonntagmorgen um 11 Uhr dürfen Radfahrer wie Fußgänger die neue Struktur in Beschlag nehmen. Die Einweihung wolle man laut Bürgermeisterin Lydie Polfer nutzen, um die Hauptstadt von einer „schönen und anderen Art“ zu zeigen. In diesem Sinne, und vor dem Hintergrund der Europäischen Mobilitätswoche, findet am Sonntag denn auch ein vielfältiges Programm rund um den Pont Adolphe statt.

Nach der Freigabe der „Passerelle“ laden Stadtverantwortliche und das Infrastrukturministerium zu einem Radspaziergang ein, bevor sich der Pont Adolphe dank diverser Foodtrucks in einen großen „Picknickplatz“ verwandelt. Vorgesehen sind zudem Fahrradverkaufs- und -reparaturstände bei der „Gëlle Fra“, eine Rallye, Sportateliers in der Avenue de la Liberté, Animationen für Kinder in der Avenue de la Gare sowie Infostände über sanfte Mobilität am Boulevard Roosevelt.

Flohmarkt für Sportartikel

Offene Geschäfte und eine Spezialausgabe des „Vide-grenier“ mit Sportartikeln auf dem Knuedler runden das Programm ab. Für Letzteren gibt es übrigens noch ein paar freie Plätze – wer Interesse an einem Verkaufsstand hat, kann sich bis Freitagmorgen beim „Service des fêtes et marchés“ der Stadt Luxemburg melden.

Ziel sei es, laut Lydie Polfer, die Menschen aus dem ganzen Land in die Hauptstadt zu locken – ob sie nun mit dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto anreisen. Mehrere RGTR-Linien sowie alle städtischen Buslinien (1 bis 31) können am Sonntag kostenlos genutzt werden. Von den P&R-Parkplätzen Bouillon und Stade aus fahren Busse, die Parkhäuser in der Oberstadt bleiben, trotz einiger Straßensperren, zugänglich und auch das Glacisfeld ist nach dem Abbau der „Schueberfouer“ wieder frei.

Überreste der Festung freigelegt

Die hängende „Passerelle“ ist zwar in erster Linie für Radfahrer gedacht, darf aber auch von Fußgängern genutzt werden. Laut Infrastrukturminister François Bausch geht man jedoch davon aus, dass der Großteil der Passanten späterhin die bei der Renovierung des Pont Adolphe verbreiterten Bürgersteige auf beiden Seiten der Fahrbahn nutzen wird. Hierfür muss man sich nämlich nicht extra „nach unten“ begeben.

Angesichts der beeindruckenden Aussicht dürfte das Bauwerk dennoch viele Besucher anlocken. Zudem wurden bei den Bauarbeiten verborgene Teile der Festung freigelegt, die die Passanten fortan bewundern können.

Kostenpunkt: sieben Millionen Euro

Bausch zufolge handelt es sich bei der neuen Fahrradbrücke um ein wichtiges „Puzzleteil“ einer kompletten Radachse von der Luxexpo in Kirchberg bis zur Cloche d'Or. Parallel zu der Tramstrecke soll demnach bis Ende 2019 auch in der Avenue de la Liberté eine bidirektionale Fahrradpiste entstehen.

Die Kosten für die Fahrradbrücke unterhalb des Pont Adolphe belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro. Weitere 400.000 Euro wurden für eine zusätzliche, kleinere  „Passerelle“, die zu den freigelegten Überresten des Fort Bourbon führt, benötigt.

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