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Am Donnerstag: Störung, Streik und Ersatzbusse
Lokales 2 Min. 01.06.2016

Am Donnerstag: Störung, Streik und Ersatzbusse

Am Donnerstag droht der Schienenverkehr in Frankreich ganz zum Erliegen zu kommen.

Am Donnerstag: Störung, Streik und Ersatzbusse

Am Donnerstag droht der Schienenverkehr in Frankreich ganz zum Erliegen zu kommen.
Foto: AFP
Lokales 2 Min. 01.06.2016

Am Donnerstag: Störung, Streik und Ersatzbusse

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Französiche Pendler haben es derzeit nicht leicht. Zu der Störung auf der Linie Bettemburg-Thionville kommt ein umfangreicher Streik auf dem gesamten SNCF-Streckennetz. Auch in Belgien wird auf der Schiene gestreikt.

(TJ/dpa) - Seit Montag ist die Eisenbahnlinie Bettemburg-Thionville wegen Hochwasserschäden erheblich gestört. Pendler aus Frankreich müssen sich noch mindestens bis Donnerstag mit Bussen und langen Wartezeiten abfinden

Wie bereits am Mittwochmorgen, setzt die CFL ab 5.30 Uhr Ersatzbusse zwischen Thionville und Bettemburg ein. In Bettemburg können die Reisenden auf die normal verkehrenden Züge der Linie 60 umsteigen.

Am Mittwochabend verkehren folgende Züge in Richtung Frankreich:

18.38 (Luxemburg-Nancy

19.08 Luxemburg-Metz

20.08 Luxemburg-Metz

21.13 Luxemburg-Metz

Bis 20.00 Uhr bringen Ersatzbusse die Pendler ab dem Bahnhof Bettemburg nach Thionville. Nach 20.00 Uhr fahren Busse ab dem Bahnhof Luxemburg via Bettemburg und Hettange-Grand nach Thionville (Abfahrt um 20.13, 21.13 und 22.13 Uhr). Um 23.13 Uhr verlässt ein Bus den Bahnhof Luxemburg nach Metz.

Streiks in Frankreich und Belgien

Am Donnerstag müssen die Passagiere der TGV-Züge mit Abfahrt um 6.05, 6.40, 17.09 und 18.59 Uhr per Bus zur Gare Lorraine reisen. Ob die Schnellzüge ab dort verkehren, ist allerdings fraglich.

Zusätzlich stört nämlich am Donnerstag ein Streik den Schienenverkehr in ganz Frankreich. Bedienstete des Staatsunternehmens SNCF traten bereits am Mittwoch  aus Protest gegen geplante neue Arbeitszeitregelungen in einen unbefristeten Ausstand. Die Aktion fällt zusammen mit dem anhaltenden Konflikt um eine umstrittene Arbeitsmarktreform der Pariser Regierung.

Die Lage in Frankreich wird sich vermutlich auch an diesem Donnerstag nicht verbessern. Die SNCF rechnete damit, dass erneut 40 Prozent der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge ausfallen. Rund 60 Prozent der Pariser Vorortzüge und die Hälfte der Regionalzüge wurden gestrichen. Zwischen Lothringen und Paris werden nach Einschätzung der französischen Eisenbahn die Hälfte der TGV-Verbindungen ausfallen.

In Lothringen fallen zahlreiche Züge aus, mit 80 Bussen versucht die SNCF ein Minimum an Verbindungen aufrecht zu erhalten. Sehen Sie hier eine Übersicht der Ausfälle:

Probleme auch in Belgien

Auch in Belgien wird im Zugverkehr gestreikt. Die Lage für internationale Reisende besserte sich leicht. Thalys-Schnellzüge verkehrten wieder. Im belgischen Inlandsverkehr fiel zudem in der Region Wallonie im Süden des Landes am Morgen der Großteil der Züge aus, wie der Sender RTBF berichtete. Im Laufe des Tages verbesserte sich die Situation etwas. Im Norden war die Lage insgesamt entspannter. Der Streik richtet sich gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung unter Premierminister Charles Michel.


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