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Am 18. Dezember 1944: Vabanquespiel in den Ardennen
Lokales 2 Min. 18.12.2014 Aus unserem online-Archiv

Am 18. Dezember 1944: Vabanquespiel in den Ardennen

Lagebesprechung von Volksgrenadieren irgendwo im Ösling.

Am 18. Dezember 1944: Vabanquespiel in den Ardennen

Lagebesprechung von Volksgrenadieren irgendwo im Ösling.
FOTO: BUNDESARCHIV
Lokales 2 Min. 18.12.2014 Aus unserem online-Archiv

Am 18. Dezember 1944: Vabanquespiel in den Ardennen

Unser heutiges Bild zur Ardennenoffensive zeigt Soldaten der Wehrmacht beim Einsehen von Karten: Lagebesprechung von Volksgrenadieren irgendwo im Ösling.

(mt) - Rund 240000 deutsche Soldaten mit 900 Panzern und 1900 Kanonen stehen in den ersten Tagen der Ardennenoffensive 83000 hilflosen Amerikanern gegenüber. Die US-Streitkräfte verfügen zu diesem Zeitpunkt im Ardennenraum über 242 Sherman-Panzer, 182 Jagdpanzer und 394 Geschütze.

Unser heutiges Bild zur Ardennenoffensive zeigt Soldaten der Wehrmacht beim Einsehen von Karten: Lagebesprechung von Volksgrenadieren irgendwo im Ösling. Im Hintergrund erkennt man einen Panzer mit aufgesessener Infanterie. Dieses Bild muss in den ersten Tagen der Ardennenoffensive entstanden sein. Hitler hat für sein Vabanquespiel die Ardennen ausgewählt und damit ein schwieriges Gelände in Richtung Antwerpen mit relativ schwachen Kräften zur Flankensicherung. Drei Armeen schreiten los: die 6. Panzerarmee im Norden, die 5. Panzerarmee im Mittelabschnitt, die 7. Infanterie-Armee im Süden. Ohne jede Rücksicht sollen die schnellen Divisionen auf die Maas-Übergänge beiderseits von Liège zusteuern, um im Anschluss daran auf den Albert-Kanal zwischen Maastricht und Antwerpen vorstoßen zu können.

Die Spitze dieses Keils bilden Teile der 1. SS-Panzer-Division „Leibstandarte-SS Adolf Hitler“. Diese haben eine Zeitvorgabe von zwei Tagen für das schwierige Unterfangen. Weisungsgemäß schlagen die Soldaten los, setzen bei Eis und Schnee über Sauer und Our, durchqueren das Land mit seinen tiefen Tälern, brechen durch die Frontlinien – und erkennen erst später, wie sie Hitler in eine aussichtslose Situation getrieben hat.

Ticker des Tages

+ + + Dem deutschen Druck zum Trotz beginnt sich die amerikanische Abwehr am 18. Dezember 1944 so langsam zu organisieren. + + + Die 116. Panzerdivision der fünften deutschen Armee gelingt es nach hartnäckigem amerikanischem Widerstand am 18. Dezember die Brücke bei Ouren einzunehmen. Doch erweist sich diese Brücke als zu schwach für die Panzer, so dass die Brücke in Dasbourg vorgezogen wird. + + + Am Morgen des 18. Dezembers nimmt ein Panzerpionierbataillon das Clerfer Schloss ein, wo sich die Amerikaner hartnäckig verteidigen. + + + Auf dem langgestreckten Plateau im Westen von Clerf bei Antoniushof und an der Straßenkreuzung „Féitsch“ werden US-Panzersperren vernichtet, so dass den Deutschen der Weg nach Bastogne offensteht. + + + Am Abend biegt eine Vorausabteilung vor Longvilly ab, um Bastogne im Norden zu umgehen und möglichst schnell zur Maas vorzurücken. + + + Eine nachrückende Volksgrenadierdivision soll den Widerstand in Bastogne beseitigen. + + +


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