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Ärzte dürfen Personen über 30 weiter mit Biontech impfen
Lokales 2 Min. 02.12.2021
Kein Impfstoffmangel in Praxen

Ärzte dürfen Personen über 30 weiter mit Biontech impfen

Bei den Auffrischungsimpfungen soll vor allem der Impfstoff von Moderna zum Einsatz kommen.
Kein Impfstoffmangel in Praxen

Ärzte dürfen Personen über 30 weiter mit Biontech impfen

Bei den Auffrischungsimpfungen soll vor allem der Impfstoff von Moderna zum Einsatz kommen.
Foto: dpa
Lokales 2 Min. 02.12.2021
Kein Impfstoffmangel in Praxen

Ärzte dürfen Personen über 30 weiter mit Biontech impfen

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Für Booster-Impfungen soll vermehrt Moderna genutzt werden. Ärzte haben den Impfstoff noch nicht. Termine müssen sie aber nicht absagen.

Ärzte, die nicht über den Impfstoff Spikevax verfügen, dürfen weiter bei Personen über 30 Jahren auf den Wirkstoff von Biontech/Pfizer zurückgreifen. Dies geht aus einer Antwort auf eine dringende parlamentarische Frage der Abgeordneten Sven Clement und Marc Goergen (D'Piraten) an die Gesundheitsministerin Paulette Lenert hervor.


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Wie das LW berichtete, hatte am Dienstag das Gesundheitsministerium in einer E-Mail an die an der Impfaktion teilnehmenden Ärzte angegeben, dass bei den Auffrischungsimpfungen vorwiegend der Impfstoff von Moderna zum Einsatz kommen soll. Lediglich Personen unter 30 Jahren oder mit medizinischen Kontraindikationen sollen ab Mittwoch ihre Boosterimpfung mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer erhalten. 

In der E-Mail wurde die in der parlamentarischen Antwort genannte Regelung nicht erwähnt. Vielmehr war die Vorgabe streng formuliert: Im Wortlaut:  "A partir de demain, les doses additionnelles et doses de rappel doivent être (sauf contre-indication liées à l’âge / l’état de santé) faites uniquement avec le vaccin Spikevax de MODERNA."  

Unklare Angaben

Diese strenge Vorgabe hatte denn auch einige Fragen aufgeworfen: Denn den Wirkstoff von Moderna konnten die Ärzte bis Mittwoch nicht bestellen. Bei einer strengen Umsetzung der Vorgabe wäre es wohl bei den 260 an der Impfaktion teilnehmenden Ärzten zu einem Impfstoffmangel gekommen. Eine Impfstoffbestellung für die Ärzte ist nämlich nur im Zweiwochenrhythmus möglich. 


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Ärzte, die ihre Bestellung kurz vor dem Bekanntgeben der Vorgabe eingereicht hatten, hätten demnach bis zum 16. Dezember auf eine Lieferung des Moderna-Wirkstoffs warten müssen. Alle anderen Ärzte, die ihre Bestellung noch in dieser Woche einreichen konnten, hätten sich indes bis zum 9. Dezember gedulden müssen. 

Die kurzfristige Regelung war denn auch bei Medizinern auf Kritik gestoßen. So hatte Allgemeinarzt Dr. Herbert Mack am Mittwoch gegenüber dem „Luxemburger Wort“ betont, dass durch die kurzfristige Vorgabe viele Fragen offenbleiben würden. Bei der Santé habe er aber keine klaren Antworten erhalten. Er befürchtete einen Großteil seiner über 300 Impftermine absagen zu müssen, da er nicht über den richtigen Impfstoff verfüge. 

Laut der Antwort der Ministerin müssen jedoch keine Termine abgesagt werden. Auch nicht, wenn ein Arzt seinen gesamten verfügbaren Moderna-Impfstoff aufgebraucht hat. Auch dann dürfen die Ärzte bei Personen über 30 Jahren alternativ auf das Produkt von Biontech/Pfizer zurückgreifen.

Derweil soll ab dem kommenden Jahr den Ärzten mehr Flexibilität bei der Impfstoffbestellung ermöglicht werden. Ein fixer Zweiwochenrhythmus muss dann nicht mehr eingehalten werden – auch wenn verschiedene Fristen noch respektiert werden müssen. 

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