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Alkohol am Steuer: Ex-Geheimdienstagent muss Fahrverbot befürchten
Lokales 05.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Alkohol am Steuer: Ex-Geheimdienstagent muss Fahrverbot befürchten

Alkohol am Steuer: Ex-Geheimdienstagent muss Fahrverbot befürchten

Foto: Anouk Antony / LW-Archiv
Lokales 05.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Alkohol am Steuer: Ex-Geheimdienstagent muss Fahrverbot befürchten

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Weil er im Oktober 2015 unter Alkoholeinfluss in einen Verkehrsunfall verwickelt war, musste sich der Ex-Geheimdienstagent André Kemmer vor Gericht verantworten.

(SH) - Weil er im Oktober 2015 unter Alkoholeinfluss in einen Verkehrsunfall verwickelt war, musste sich der Ex-Geheimdienstagent André Kemmer am Donnerstag vor Gericht verantworten.

"Ich war von Foetz nach Schifflingen unterwegs, als ein Fahrzeug mit zu hoher Geschwindigkeit von der Autobahn kam. Der Fahrer dieses Wagens konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen", schilderte ein Zeuge, wie es am Abend des 14. Oktober 2015 zu dem Unfall gekommen war. Er habe beim Unfallfahrer einen Alkoholgeruch festgestellt und die Polizei verständigt, so der Zeuge weiter. Der Angeklagte soll dann versucht haben, ihn einzuschüchtern, Vorwürfe, die Kemmer vor Gericht von sich wies.

Der Beschuldigte gab zu, ein paar Bier getrunken zu haben. Er habe zuvor drei Monate keinen Alkohol zu sich genommen und hätte am Abend des Vorfalls nichts gegessen gehabt. Dies sei keine Entschuldigung, jedoch eine Erklärung, warum ein Alkoholpegel von mehr als einem Promille gemessen wurde. Seiner Auffassung nach, sei er nicht zu schnell unterwegs gewesen. Er schätzte seine Geschwindigkeit auf lediglich 20 Kilometer in der Stunde ein. Allerdings habe er zu spät gebremst. Er selbst hätte den Impakt kaum gespürt und den anderen Fahrer deshalb gefragt, ob er einen Schaden erlitten hätte.

Für die Vertreterin der Staatsanwaltschaft galt die Schuld des Angeklagten als erwiesen. Sie forderte eine Geldstrafe sowie ein Fahrverbot von 13 Monaten, das zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Das Urteil ergeht am 26. Januar.

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