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Al Bréck: "Alle Vorkehrungen getroffen"
Lokales 29.01.2019

Al Bréck: "Alle Vorkehrungen getroffen"

Die Passerelle in der Altstadt von Luxemburg wird seit Oktober von 15,30 auf 17,70 Meter verbreitert. Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu verbessern.

Al Bréck: "Alle Vorkehrungen getroffen"

Die Passerelle in der Altstadt von Luxemburg wird seit Oktober von 15,30 auf 17,70 Meter verbreitert. Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu verbessern.
Bild: Guy Wolff
Lokales 29.01.2019

Al Bréck: "Alle Vorkehrungen getroffen"

Bauingenieure äußern Bedenken wegen der geplanten Verbreiterung der Passerelle. François Bausch und Sam Tanson nehmen jetzt zu der Kritik Stellung.

(jt) - Die Minister François Bausch und Sam Tanson (beide Déi Gréng) reagieren auf Kritik an der Verbreiterung und gleichzeitigen Sanierung der Passerelle („Al Bréck“) in der Hauptstadt. Der Erhalt der besonderen Architektur des 1861 eröffneten Viadukts sei von Anfang an in den Plänen berücksichtigt worden. In Sachen Denkmalschutz seien "alle Vorkehrungen getroffen" worden, schreiben die zwei Regierungsmitglieder in einer parlamentarischen Antwort an die CSV-Abgeordneten Octavie Modert und Claude Wiseler.

Hintergrund der CSV-Anfrage ist ein Leserbrief, der vergangenen November im "Luxemburger Wort" erschien: Luxemburgische Bauingenieure der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) hatten darin beklagt, dass das Projekt "Respekt vor unserem kulturellen Erbe" vermissen lasse. Aus technischer und ästhetischer Sicht sei die Lösung, die Passerelle auf einer Seite mit Krücken zu versehen, "enttäuschend".

Die Al Bréck erhält y-förmige Stützbalken.
Die Al Bréck erhält y-förmige Stützbalken.
Illustration: Straßenbauverwaltung

Der Minister für Mobilität und öffentliche Bauten sowie die Kulturministerin entgegnen, dass der Internationale Rat für Denkmalpflege (Icomos) – ein Gremium, das die Unesco bei Fragen zum Weltkulturerbe berät –  in einer Analyse keine Einwände gegen die geplanten Umbauten angemeldet habe. Zwar fiel auch den Denkmalschutzexperten auf, dass die "Al Bréck" eine "zeitgenössische Note" bekomme. Die Steinstruktur von 1860 bleibe jedoch weiterhin das "dominante" Element des Bauwerks. 

Obwohl das Viadukt nicht unter Denkmalschutz stehe, so Bausch und Tanson weiter, wurde das Nationale Denkmalamt (SSMN) vor Beginn der Bauarbeiten um eine Stellungnahme gebeten. "Die Anmerkungen des SSMN wurden vom Bauherrn berücksichtigt, der einen Vertreter dieser Stelle auch regelmäßig zu Baubesprechungen einlädt." Weil die Passerelle zur Unesco-Welterbestätte "Altstadtviertel und Festungen von Luxemburg" zählt und damit internationalem Schutz genießt, wurde auch das Welterbekomitee über die Bauarbeiten informiert. Das Gutachten der Icomos-Experten sei letztlich positiv ausgefallen.

Der Direktor der Straßenbauverwaltung habe sich zwischenzeitlich per Videotelefonat mit zwei der drei Ingenieure unterhalten. Es sei "konstruktiv" über das Thema "Al Bréck" diskutiert worden, halten Bausch und Tanson fest. 


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