Wählen Sie Ihre Nachrichten​

ADR sorgt sich um die hohe Arbeitslosigkeit
Lokales 08.05.2013 Aus unserem online-Archiv

ADR sorgt sich um die hohe Arbeitslosigkeit

Die ADR fordert eine bessere Orientierungspolitik.

ADR sorgt sich um die hohe Arbeitslosigkeit

Die ADR fordert eine bessere Orientierungspolitik.
Foto: Guy Jallay
Lokales 08.05.2013 Aus unserem online-Archiv

ADR sorgt sich um die hohe Arbeitslosigkeit

Wenige Tage vor der Parlamentsdebatte zum Thema Beschäftigung macht sich die ADR Sorgen wegen der hohen Arbeitslosigkeit. Wenn man die Erwerbslosigkeit wirksam und dauerhaft bekämpfen will, sollte man bei der Ausbildung ansetzen, rät die Reformpartei.

Wenige Tage vor der Parlamentsdebatte zum Thema Beschäftigung macht sich die ADR Sorgen wegen der hohen Arbeitslosigkeit. Wenn man die Erwerbslosigkeit wirksam und dauerhaft bekämpfen will, sollte man bei der Ausbildung ansetzen, rät die Reformpartei. Dass es Defizite bei der Ausbildung gebe, zeige sich vor allem daran, dass Angebot und Nachfrage kaum noch übereinstimmen, so die ADR-Generalsekretärin Liliana Miranda. Allerdings seien auch die Reform der Grundschule und der Berufsausbildung nicht dazu angetan, das Problem zu beheben.

Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit fordert die Reformpartei in erster Linie eine bessere Orientierungspolitik. „Die neu geschaffene Maison de l'orientation ist lediglich ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Miranda weiter.

Ein Kuhhandel zwischen den Gewerkschaften und den Parteien

Nicht zufrieden ist die ADR auch mit der rezenten Entwicklung bei den Beschäftigungsinitiativen. „Das Desaster war abzusehen“, betont Gast Gibéryen. Bereits im Jahr 2006 habe die ADR die Auflösung der Initiativen in der damaligen Form gefordert.

Geht es nach der Reformpartei, soll eine spezielle Abteilung bei der Adem geschaffen werden, die sich um die schwer vermittelbare Arbeitslose kümmert. Da den Betrieben bei der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt eine Schlüsselrolle zukommt, soll ein starker Anreiz geschaffen werden, damit sie schwer vermittelbare Arbeitslose einstellen. „Die Betriebe müssen über einen begrenzten Zeitraum hohe Beihilfen erhalten“, fordert die Generalsekretärin. Im Gegenzug sollen sie aber eine Jobgarantie geben. Arbeitslose, die auch nach einer bestimmten Frist nicht wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten, sollen über spezielle Konventionen von den Gemeinden und vom Staat aufgefangen werden. Das aktuelle Gesetz zu den Beschäftigungsinitiativen müsse punktuell nachgebessert werden.

Das aktuelle System der Beschäftigungsinitiativen will die ADR auf keinen Fall weiterführen. Gast Gibéryen spricht von einem „Kuhhandel“ von dem vor allem die jeweiligen Gewerkschaften und die Parteien profitiert hätten, nicht aber die Arbeitslosen.