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Adoptionen in Luxemburg: "Wir würden es jederzeit wieder tun"
Eine glückliche Familie: Der zwolfjährige Anakin, die Eltern Dolfie und Claude Jacoby-Fischbach, der neunjährige Mace und die vierbeinigen Familienmitglieder.

Adoptionen in Luxemburg: "Wir würden es jederzeit wieder tun"

Foto: Maurice Fick
Eine glückliche Familie: Der zwolfjährige Anakin, die Eltern Dolfie und Claude Jacoby-Fischbach, der neunjährige Mace und die vierbeinigen Familienmitglieder.
Lokales 7 Min. 12.01.2016

Adoptionen in Luxemburg: "Wir würden es jederzeit wieder tun"

Die Gründe, weshalb ein Paar sich für eine Adoption entscheidet, sind unterschiedlich. Die Hoffnung ist bei allen gleich. Bis es soweit ist, müssen zahlreiche Hürden überwunden werden, vor allem psychologisch. Denn in der Regel dauert die Prozedur zwischen zwei und fünf Jahren.

(nas) - Entscheidet eine Familie sich für die Adoption eines Kindes im Ausland, spielt stets die Ungewissheit mit. Doch bei Dolfie und Claude Jacoby-Fischbach sowie zwölf weiteren Luxemburger Familien kamen noch die Angst und der Schock hinzu: Die Familien befinden sich mitten in der Prozedur, um ein Kind aus Haiti zu adoptieren. Doch am 12. Januar 2010 erreicht sie die Schreckensnachricht: In Haiti ist es zu einem verheerenden Erdbeben gekommen.

„Ich hatte furchtbare Angst, dass unserem Jungen etwas passieren könne, bevor er in Luxemburg ist“, sagt Dolfie Jacoby-Fischbach heute ...

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Archivartikel: Schweres Erdbeben verwüstet Inselstaat Haiti
Ein gewaltiges Erdbeben hat den Karibikstaat Haiti erschüttert und möglicherweise zahlreiche Opfer gefordert. Dem Beben der Stärke 7,0 folgten in der Nacht zum Mittwoch mehr als zehn Nachbeben. Auf Bildern waren eingestürzte Häuser und aufgerissene Straßen zu sehen.
Das Erdbeben hatte eine gewaltige Zerstörungskraft.
Durchbruch bei der Adoption
Geht es nach dem Willen der Justizkommission, soll die Volladoption auch für gleichgeschlechtliche Paare möglich sein. Der Gesetzentwurf sah ursprünglich die „adoption plénière“ nur für heterosexuelle Paaren vor.
Der Gesetzentwurf sah ursprünglich die „adoption plénière“ nur für heterosexuelle Paaren vor.
Adoptionsrecht: Ausschuss billigt Nachbesserungen
Die Abänderungen, die vom Staatsrat noch begutachtet werden müssen, räumen u.a. gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht auf einfache Adoption ein, bei der die rechtliche Beziehung des Kindes zu den leiblichen Eltern bestehen bleibt.
Thema im parlamentarischen Justizausschuss waren die Änderungsanträge an der Reform des Adoptionsrechts.
„Ungewissheit und Hoffnung“
“Die Lage ändert sich von Stunde zu Stunde, nichts ist sicher, nicht ist mehr klar”, erklärt Jean-Louis Lambert am Freitagnachmittag gegenüber wort.lu. Er und seine Frau gehören zu mehreren Elternpaaren aus Luxemburg, die Waisenkinder aus Haiti adoptieren wollen. Die Kinder haben das Beben überlebt – dennoch bleibt die Ungewissheit.
Kinder in der Region müssen am meisten leiden.
Kinder aus Haiti unterwegs nach Luxemburg
Die Kinder aus Haiti sind unterwegs nach Luxemburg. Sie sitzen bereits in einem Flugzeug und werden am Nachmittag in Eindhoven ankommen. Dort werden sie von ihren neuen Luxemburger Eltern abgeholt.
Familienministerin Marie-Josée Jacobs (Bildmitte) gab am Donnerstagmorgen die Ankunft der 14 Kinder bekannt.
Die Kinder sind da!
Punkt 15.50 Uhr ist auf dem Flughafen Eindhoven die lang ersehnte Passagiermaschine aus Haiti gelandet. An Bord befinden sich 92 niederländische und 14 Luxemburger Adoptivkinder. Bei eisiger Kälte werden die leicht bekleideten Kinder in Decken eingewickelt und in Gruppen mit Bussen ins Flughafenterminal gebracht.
Mitarbeiter der Adoptionsagenturen und Krankenschwestern tragen die Kinder vom Flugzeug zu den wartenden Bussen.
Haitis Regierung geht von 200 000 Toten aus
Mehr als drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben hat die haitianische Regierung die Zahl der Todesopfer erneut nach oben korrigiert. Jüngsten Schätzungen zufolge kamen 200 000 Menschen ums Leben, teilte Premierminister Jean-Max Bellerive in Port-au-Prince mit.
Ein niederländische Helfer mit einer in den Trümmerbergen von Port-au-Prince gefundenen Kinderzeichnung.
Zahl der Erdbebentoten steigt auf 217. 000
Die Regierung in Haiti hat Berichten widersprochen, nach denen die Zahl der Erdbebentoten weiter gestiegen sei. Der Innenminister des Landes sagte, es gebe Behauptungen, dass beim Erdbeben am 12. Januar 230.000 Personen gestorben seien. Es seien aber etwas mehr als 217.000 gewesen.
„Es geht voran, aber langsam“
Zum zweiten Mal jährt sich an diesem Donnerstag die verheerende Erderschütterung in Haiti. Das Erdbeben, das mit einer Stärke von 7,0 auf der Richterskala bemessen wurde, geht als eines der schwersten Beben überhaupt in die Geschichte ein. Zwei Jahre danach sind noch immer unzählige Hilfsorganisationen vor Ort mit dem Wiederaufbau des Staates beschäftigt.
Rund 1,7 Millionen Menschen verloren bei dem Erdbeben ihr Zuhause.