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Adieu und auf Wiedersehen
Jean-Claude Juncker wurde als letzter der neun CSV-Minister von Großherzog Henri empfangen.

Adieu und auf Wiedersehen

Foto: Marc Wilwert
Jean-Claude Juncker wurde als letzter der neun CSV-Minister von Großherzog Henri empfangen.
Lokales 2 Min. 06.12.2013

Adieu und auf Wiedersehen

Alle scheidenden Minister wurden am 4. Dezember vom Großherzog ihres Amtes entbunden . Als letzter an diesem Morgen wurde Premierminister Jean-Claude Juncker von Großherzog Henri empfangen.

(mig) - Am Morgen des 4. Dezember defilierten die Noch-Minister im Viertelstundentakt beim Großherzog, wo sie ihrer Ämter entbunden wurden, darunter die neun CSV-Minister, Mars Di Bartolomeo und Mady Delvaux-Stehres. Als letzter an diesem Morgen wurde Premierminister Jean-Claude Juncker von Großherzog Henri empfangen.

Jean-Claude Juncker: Keine stupide Oppositionsarbeit

Juncker verließ gegen 12.30 Uhr den großherzoglichen Palast und sagte gegenüber Journalisten, er blicke nicht zurück. "Das Leben findet in der Zukunft statt." Er versicherte, dass seine Partei keine stupide Oppositionsarbeit machen werde, weil, so Juncker, seine Regierung oft genug selbst darunter gelitten habe. "Es geht um unser Land, es geht um Europa. Dort, wo die Regierung etwas nicht gut macht, werden wir ihr helfen."

Zu seiner eigenen Zukunft und einer möglichen Kandidatur für einen europäischen Spitzenposten schwieg der CSV-Fraktionschef.

Jean Asselborn muss unterschreiben

Leicht irritiert waren die Journalisten, als Jean Asselborn plötzlich beim Palais vorfuhr, schließlich stand er nicht auf der Liste der demissionierenden Minister. Wenig später klärte sich die Situation auf. Weil in diesem Fall auch der Premierminister zurücktritt, musste Asselborn als Vize-Premier seine Unterschrift unter das Dokument setzen. 

Mars Di Bartolomeo: Zeit für neue Herausforderungen

Mars Di Bartolomeo, dessen Ernennung zum Chamberpräsidenten als sicher gilt, sagte, er habe gute Arbeit geleistet, doch nun sei es an der Zeit, eine neue Herausforderung anzugehen. Seine Ressorts Gesundheit und Soziale Sicherheit seien bei Lydia Mutsch und Romain Schneider in guten Händen.

Jean-Marie Halsdorf ist Gambia-geschädigt

Jean-Marie Halsdorf gab sich kritisch. Er sei Gambia-geschädigt, sagte er gegenüber Journalisten, und meinte damit die Dreier-Koalition, die sich in den Neunziger Jahren gegen die CSV in Petingen gebildet habe.  "Oppositionsarbeit ist auch ein schönes Spiel", meinte  der ehemalige Innenminister. Jetzt müsse man einmal sehen, was die, die ihn ständig kritisierten, anders machen, so Halsdorf.

Luc Frieden: Zukunft als Oppositionspolitiker unsicher

Der ehemalige Finanzminister Luc Frieden sagte, dies sei ein spezieller Augenblick nach 15 Jahren in der Regierung. "Als Minister weiß man, dass man einen Dienst leistet", so Frieden, der sich nicht klar und deutlich dazu äußerte, ob er die kommenden fünf Jahre als Oppositionspolitiker in der Chamber bleiben werde. "Wann een eppes ufänkt, da weess ee net, wat een a fënnef Joer mécht", sagte Frieden. Er sei traurig, aber auch zufrieden über das, was man in der Regierungszeit erreicht habe.

Claude Wiseler und Marco Schank wollen Kontinuität

Claude Wiseler und Marco Schank hoffen, dass die neue Regierung auf Kontinuität setzt. Beide hätten sich mit ihren Nachfolgern François Bausch und Camille Gira zusammengesetzt und ihnen ihr Anliegen mitgeteilt.

Marc Spautz blickt konsequent nach vorn

"Es war eine kurze, aber schöne Zeit", sagte der Kurzzeit-Familien- und Entwicklungshilfeminister und künftige CSV-Präsident Marc Spautz, der es vorzieht nach vorne zu blicken. Er sei jetzt umso motivierter, eine gute Oppositionsarbeit zu machen. Das Ziel sei, bei den kommenden Wahlen wieder in der Regierung zu sein.