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Adapto-Dienst funktioniert effizienter
Lokales 2 Min. 21.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Adapto-Dienst funktioniert effizienter

Die meisten Kunden zeigten sich bisher über den neu organisierten Adapto-Dienst zufrieden.

Adapto-Dienst funktioniert effizienter

Die meisten Kunden zeigten sich bisher über den neu organisierten Adapto-Dienst zufrieden.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 21.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Adapto-Dienst funktioniert effizienter

Einer ersten Analyse zufolge läuft der Adapto-Dienst seit Umsetzung der Reform effizienter. Allerdings hat sich die Corona-Pandemie auch auf dieses Angebot ausgewirkt.

(SH) - Der Adapto-Fahrdienst für Menschen mit Behinderung ist seit März nicht nur kostenlos, er wurde auch neu gestaltet. Nutzer mussten demnach einen neuen Antrag stellen, um auf das Angebot zurückgreifen zu können. Die Anfragen wurden dabei streng überprüft, wodurch einige Personen, die den Dienst zuvor nutzen konnten, nun nicht mehr dazu berechtigt sind.

Wie Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage der DP-Abgeordneten Max Hahn und Carole Hartmann erklärt, sind seit Januar dieses Jahres 5.585 Anträge auf eine neue Adapto-Karte beim Ministerium eingegangen. 4.473 Anträgen wurde stattgegeben. Da zudem einige Kunden ihre alten Karten erneuern konnten, sind derzeit 5.027 Karten im Umlauf.


3.400 Adapto-Fahrten sind bereits für die Zeit bis Ende Mai im System eingeplant.
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Bis Ende der Woche sollen 2.000 Kunden im Besitz ihrer neuen Karte sein. Zudem sind bis Ende Mai bereits 3.400 Adapto-Fahrten über das neue System eingeplant.

Personen, denen die Karte verweigert wurde, können derzeit beim zuständigen Ministerium Beschwerde einreichen. Künftig soll eine eigens hierfür ins Leben gerufene Kommission über die Anträge entscheiden, vor der gegebenenfalls denn auch Berufung eingelegt werden kann. Der Gesetzestext, durch den diese Kommission geschaffen wird, befindet sich allerdings noch auf dem Instanzenweg.

Die Bedürfnisse im Blick

Das neue Reservierungssytem läuft Bausch zufolge mittlerweile problemlos. Im Callcenter, das von montags bis samstags, von 7 bis 19 Uhr, und sonntags und an Feiertagen, von 9 bis 16.30 Uhr, erreichbar ist, sind derzeit 16 Personen beschäftigt. Falls nötig, ist eine Aufstockung möglich. In Kürze soll zudem eine spezielle Telefonleitung für die Fahrer eingerichtet werden.


Nicht im März, sondern erst im Mai müssen die Nutzer in Besitz ihrer neuen Adapto-Karte sein.
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Hatten einige Fahrer zu Beginn noch lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen, so sei dieses Problem mittlerweile behoben worden. Die Reform ermögliche es zudem, einen besseren Überblick über die Bedürfnisse der einzelnen Kunden zu haben. Denn diese seien nun im System vermerkt und der Fahrer habe jederzeit Zugriff darauf. Zuvor sei dies in der Regel nicht der Fall gewesen, allerdings hätten viele Fahrer ihre regelmäßigen Kunden und deren Bedürfnisse im Laufe der Fahrten kennengelernt. Das neue System sieht unterdessen nicht vor, dass ein Kunde immer von demselben Fahrer abgeholt wird.

Kaum Verspätungen

Ersten Analysen zufolge sei die Effizienz des Dienstes durch die Reform um 21 Prozent gestiegen. Verspätungen habe es kaum gegeben. Dem Minister liegen zwei Anträge auf eine Rückerstattung von Taxikosten vor, nachdem es Probleme mit einer Adapto-Fahrt gegeben hatte. In beiden Fällen sei es allerdings nicht das System gewesen, das nicht gegriffen habe, sondern es sei zu einem Missverständnis gekommen.


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Eine komplette Bilanz des neuen Systems sei noch nicht gezogen worden. Das mache nach dem Lockdown, der sich auch auf den Adapto-Dienst auswirkte, und während der Sommerferien einfach keinen Sinn. Die Mehrheit der Kunden empfinde das neue System als gut. Zudem stehe das Mobilitätsministerium in regelmäßigem Austausch mit den Busunternehmen. Dies habe auch schon zu einigen Änderungen beim Reservierungssystem geführt.  

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