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Acht Jahre für Jérémy L.
Lokales 16.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Zöllner angefahren

Acht Jahre für Jérémy L.

Der Tatort war nach dem Zwischenfall abgeriegelt worden, um Spuren zu sichern.
Zöllner angefahren

Acht Jahre für Jérémy L.

Der Tatort war nach dem Zwischenfall abgeriegelt worden, um Spuren zu sichern.
Foto: Tania Feller/LW-Archiv
Lokales 16.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Zöllner angefahren

Acht Jahre für Jérémy L.

Michel THIEL
Michel THIEL
Gegen den 29-Jährigen, der im Oktober 2013 anlässlich einer Kontrolle auf der Autobahnraststätte Aire de Capellen einen Zöllner angefahren und schwer verletzt hatte, wurde im Berufungsprozess letztendlich der Straftatbestand des versuchten Totschlags nicht aufrechterhalten.

(mth) - Acht Jahre Haft, eine Geldstrafe von 5000 Euro, sowie ein fünfjähriges Fahrverbot. So lautete am Dienstag das Urteil im Berufungsprozess gegen Jérémy L., der in der Nacht zum 18. Oktober 2013 anlässlich einer Kontrolle auf der Aire de Capellen mit seinem Wagen einen Zollbeamten angefahren hatte. Dieser wurde schwer verletzt und hatte den Unfall nur knapp überlebt.

Die Richter folgten demnach der verminderten Strafforderung der Generalstaatsanwaltschaft, die genau diese Strafe gefordert hatte. In erster Instanz hatten die Richter L. noch wegen versuchten Totschlags zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Während des gesamten Verfahrens war strittig gewesen, ob der Angeklagte in der besagten Nacht den Zöllner mit Absicht angefahren hatte. Er selbst hatte stets behauptet, den Beamten nicht gesehen zu haben.

Die trotz allem hohe Gefängnisstrafe erklärt sich dadurch, dass in zweiter Instanz zwar kein versuchter Totschlag, wohl aber schwere Körperverletzung, Fahrerflucht, unterlassene Hilfeleistung sowie das Fahren ohne gültige Papiere zurückbehalten wurden.


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aire de capellen. accident, versichten doutschlag, douanier blesseiert, 18.10.2013, Feller Tania - Foto