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Acel: Höhe der Studienbeihilfen soll beibehalten werden
Lokales 3 Min. 23.07.2013

Acel: Höhe der Studienbeihilfen soll beibehalten werden

Der „Guide du futur diplômé“ erscheint seit 2012 in einem neuen Look.

Acel: Höhe der Studienbeihilfen soll beibehalten werden

Der „Guide du futur diplômé“ erscheint seit 2012 in einem neuen Look.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 3 Min. 23.07.2013

Acel: Höhe der Studienbeihilfen soll beibehalten werden

Anlässlich einer Pressekonferenz stellte die Acel nicht nur den Guide du futur diplômé vor, sondern ging auch auf die jüngsten Entwicklungen in puncto Studienbeihilfen und Studentenstatut ein.

(reb) - Seit nunmehr 14 Jahren veröffentlicht die „Association des Cercles d'Etudiants Luxembourgeois“ (Acel) jährlich den „Guide du futur diplômé“, einen Ratgeber aus gebündelten Informationen für junge Schulabgänger. Anlässlich einer Pressekonferenz stellte die Acel nicht nur den Guide vor, sondern ging auch auf die jüngsten Problematiken zum Studentenleben ein.

Seit 2012 erscheint die bei Studienanfängern und jungen Arbeitssuchenden beliebte Informationsbroschüre nun im neuen Look. Nicht nur mit dem vor einem Jahr eingeführten neuen Design, auch mit einer Ansammlung an aktuellen Themen tritt der „Guide du Futur Diplômé in diesem Jahr in Erscheinung.

Dabei richtet sich der Ratgeber keineswegs ausschließlich an Universitätsabgänger und frisch gebackene Akademiker. Auch junge Abiturienten und sonstige Auszubildende erhalten hier einen Einblick in bevorstehende Prozesse in Verbindung mit einem Einstieg ins Arbeitsleben und weiterführenden Studien.

So klärt die Acel in ihrem „Guide“ unter anderem über das Verfassen wichtiger Dokumente wie dem Lebenslauf oder dem Motivationsbrief auf, unterrichtet die junge Bevölkerung Luxemburgs aber auch in Sachen Versicherung, Kranken- oder Pensionskasse.

Laut dem Prinzip des „lifelong learning“ und einer authentischen Vorstellung lokaler Institutionen und Partnern ensteht so eine ideale Richtlinie für junge Menschen auf dem Weg in die Arbeitswelt.

Die Reform am Gesetz zu den Studienbeihilfen

Als der Europäische Gerichtshof am 20. Juni sein Urteil zu den Studienbeihilfen für Kinder von Grenzgängern sprach, fürchteten viele Luxemburger Studenten um ihre finanzielle Unterstützung. Auch die Acel geht, im Anschluss an den Prozess, auf die Angelegenheit ein und hält die Verhandlungen mit dem Ministerium aufrecht.

Die Vertreter der Studentenvereinigung verweisen auf eine Publikation des zweiten Februars, in dem der Anwalt des Europäischen Gerichtshofs die Förderung luxemburgischer Akademiker (40 Prozent gegenüber den aktuellen 28 Prozent) unterstützt.

Autonome Verantwortliche

Demach wünscht sich auch die Acel, dass luxemburgische Studenten weiterhin als „autonome Verantwortliche“ finanziell unabhängig von seinen Eltern und mobil bei der Wahl des Studienortes agieren können.

Außerdem setzt sich der Verband, gemeinsam mit den Gruppierungen „Union Nationale des Etudiants Luxembourgeois“ (Unel) und „Luxembourg University Students' Organization“ (LUS), für einen ausreichenden Beistand des Cedies sowie das Beibehalten aktuellen Betrags der finanziellen Beihilfe ein, natürlich im Rahmen der Möglichkeiten.

Weiterhin offen stehende Fragen im Zusammenhang mit den Verkündungen der Hochschulministerin Martine Hansen, wie z.B. die genauen zukünftigen Beträge und eine endgültige Regelung bezüglich der Kinder der Grenzgänger  in naher Zukunft könnten beantwortet werden.

Das  Problem mit der Sozialversicherung

Auch die Reform des Sozialversicherungsgesetz (2011) brachte so manches Problem für die heimischen Studenten. Wer nicht selbst versichert oder in der Krankenversicherung der Eltern inbegriffen war, sah sich dazu verpflichtet, einen monatlichen Betrag von 98,42 Euro an die Kasse zu zahlen - errechnet auf der Basis des Mindestlohns, weil die exakte Bezeichnung „Student“ in der aktuellen Verfassung nicht klar definierbar ist.

Bei einem Treffen mit der Unel, Lus und dem Hochschulministerium hat die Acel im April 2013 weitere Fortschritte in puncto „Statut étudiant“ erzielen können. So wird demnächst ein Beschluss gefasst, der die Krankenversicherung  sowie der Rahmen für legitime Studentenjobs festlegen soll.

Des weiteren soll ein nationaler Vertreter für alle Studenten Luxemburgs gekürt und seine unabhängige politische Position in der Gesetzesgebung verankert werden. Diesem Sprecher wird die Aufgabe zuteil, den gesamten Kreis der Studierenden zu repräsentieren und zu informieren.

Schulreform mit Fokus auf Fremdsprachen

Im Sinne der Mobilisierung der luxemburgischen Studenten legt die Acel bei der Schulreform der Sekundarstufe auch Wert auf eine Vertiefung des Fremdsprachenangebots. Die Kompetenzen jedes einzelnen Schülers sollen demnach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen angepasst und, wenn nötig, vor allem im Mündlichen gefördert werden.

Aber auch unsere Muttersprache Luxemburgisch soll „als Integrationssprache“ nach der Reform wieder mehr gefördert werden. Für mehr Integration steht auch die Idee, eine grenzübergreifende Arbeit in den Abschlussklassen einzuführen: Gemeinsam sollen die Schüler des „enseignement secondaire classique“ mit den Schülern des qenseignement secondaire technique“ arbeiten und so „Vorurteile aus der Welt schaffen“, betont die Acel.

Mit dem Fokus auf eine ausgewogenere Gesellschaft will die Studentenvereinigung so Menschen aus den verschiedensten sozialen Schichten zusammenbringen - und für eine stabile Zusammenarbeit, auch in der Zukunft, dingfest machen.