ACEL: Benjamin Kinn ist neuer Präsident
ACEL: Benjamin Kinn ist neuer Präsident
Für die Studenten sind die Weihnachtsferien meist eine betriebsame Zeit. Immerhin gilt es, den Aufenthalt zu Hause zu nutzen, um Freunde, die in unterschiedlichen Städten studieren, wiederzusehen. Im Corona-Jahr ist auch dies anders: Der Zürcher Bal und das Tournoi de Noël, traditionelle Termine zum Jahresende, mussten gestrichen werden. Die Generalversammlung der Association des Cercles d'Étudiants Luxembourgeois (ACEL), dem Dachverein der Studentenvereinigungen, fand am zweiten Weihnachtsfeiertag aber statt – wenn auch nur in virtueller Form.
Dabei wurde Benjamin Kinn, bisher Vize-Präsident der Vereinigung, zum neuen Präsidenten gewählt. Er wird von einem 14-köpfigen Team unterstützt. Der Medizinstudent aus Frankfurt hofft, dass es im kommenden Jahr wieder möglich sein wird, sich unter Studenten zu sehen und auszutauschen.
Viele Herausforderungen
Dass 2020 alles andere als ein normales Jahr war, hatte zuvor der scheidende Präsident Sven Bettendorf erklärt. „Es war ein schwieriges Jahr.“ Er betonte aber, dass man versucht habe, das Beste daraus zu machen und schnellstmöglich auf die unterschiedlichen Schwierigkeiten zu reagieren.
Unter anderem die Schließung der Grenzen im Frühjahr und die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet stellten viele Studenten vor Herausforderungen. So hat die ACEL in den vergangenen Monaten 861 Gutscheine für PCR-Tests an Studierende, vor allem diejenigen, die ihrem Studium in Deutschland nachgehen, vergeben. Da sich durch die Pandemie das Studium für einige junge Menschen zudem verlängern wird, wird all jenen Studenten, die im Sommersemester 2019/20 an einer Uni eingeschrieben waren, die Studienbeihilfen um ein Semester verlängert.
Und auch abseits von Corona gibt es Positives zu berichten: Seit Juni ist das Praktikumsgesetz für Studenten in Kraft.
Uniluft schnuppern
Einfluss hatte die Pandemie unterdessen nicht nur auf die Arbeit des ACEL-Vorstandes, sondern auch auf das Zusammenkommen der Studenten. So hätte die Réunion européenne des étudiants luxembourgeois (REEL) eigentlich im Oktober in München stattfinden sollen, wurde letztendlich aber durch eine Journée politique in Luxemburg ersetzt. Die Studenten aus München wollen nun vom 7. bis 19. Oktober kommenden Jahres die REEL organisieren, dies unter dem Motto „Mam Studium fäerdeg, an elo? Lëtzebuerg oder d'Welt“.
Auch angehende Studenten mussten in den vergangenen Monaten umplanen. Vertreter der ACEL konnten sich weniger oft als zuvor gewohnt in die Schulen begeben, die Foire de l'étudiant musste digital abgehalten werden und auch die Aktion „Student fir 1 Dag“ konnte in den Osterferien nur in einer virtuellen Form stattfinden. Diese soll es Lyzeumsschülern ermöglichen, Uniluft zu schnuppern. Für April 2021 hofft man, Reisen in 22 verschiedene Städte anbieten zu können. Sollte das Virus weiterhin einen Strich durch die Rechnung machen, wird auf virtuelle Versammlungen zurückgegriffen.
Bereits in den Faschingsferien können sich Schüler unterdessen erstmals auch über das Unileben in Städten, die weiter von Luxemburg entfernt liegen, informieren, dies bei virtuellen Konferenzen.
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