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Abschlussfeier am Sonntag: Grevenmacher: Dekanatskirche ist renoviert
Die Renovierung schlägt mit 100.000 Euro zu Buche.

Abschlussfeier am Sonntag: Grevenmacher: Dekanatskirche ist renoviert

Foto: Tom Pierret
Die Renovierung schlägt mit 100.000 Euro zu Buche.
Lokales 22.11.2014

Abschlussfeier am Sonntag: Grevenmacher: Dekanatskirche ist renoviert

Mit einer Eucharistiefeier sowie mit einem Empfang im „Kaplounshaus“ feiert man am kommenden Sonntag, dem Kirchweihfest in Grevenmacher, den Abschluss der Kirchenrenovierung.

VON MONIQUE HERMES

Während der Sommermonate wurde der Innenraum des geschichtsträchtigen Gotteshauses frisch gestrichen. Die sehenswerten Kirchenfenster von 1958, die vom Luxemburger Glasmaler Camille Croat stammen und auf welchen Heilige dargestellt sind, die mit der Geschichte Grevenmachers verbunden sind, wurden gereinigt, nachdem sie 2009 mit einer Doppelverglasung versehen worden waren. Außerdem standen die Reinigung der Natursteine, die Instandsetzung der Blitzableiteranlage sowie das Installieren einer neuen Gasheizung an.

Die Grevenmacher Dekanatskirche, die 1782/83 gebaut wurde, kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Sie gilt als zweites Gotteshaus innerhalb der früheren Stadtmauer.

Sicher dokumentiert ist eine Vorgängerkirche bereits Ende des 13. Jahrhunderts. Die neue Kirche, die, wie das erste Gotteshaus, dem heiligen Laurentius geweiht ist, wurde an den Festungsturm angebaut, derweil ihre Vorgängerin parallel zur Mosel lag und vom Stadtturm getrennt war. Lediglich ein Durchbruch verband die beiden Bauwerke. Der heutige Kirchturm war während Jahrhunderten Wacht- und Wehrturm des befestigten Städtchens.

Von der Pfarrkirche
zum Nationalmonument

Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Umänderungen und Renovierungen am und im Gotteshaus getätigt, das 1820 den Rang einer Dekanatskirche erhielt, erwähnen wir lediglich die Rekonstruktion nach dem großen Brand von 1822 im Moselstädtchen sowie die gründlichen Restaurierungen von 1925 und 1978. Im Februar 2013 stellte der Schöffenrat den Antrag, die Grevenmacher Dekanatskirche samt Festungsturm als Nationalmonument zu klassieren, Antrag, welchem im November von der zuständigen Kommission stattgegeben wurde, und der am 2. Dezember 2013 ebenfalls von der Grevenmacher Kirchenfabrik, der Eigentümerin des Gotteshauses, positiv begutachtet wurde.

Der Innenanstrich der Kirche und die oben aufgelisteten Instandsetzungsarbeiten wurden Anfang 2014 von der Gemeinde Grevenmacher nach Absprache mit der Kirchenfabrik veranlasst. Sie begannen im Mai 2014 und schlagen mit 100 000 Euro zu Buche.

Finanziert wurden sie von der Gemeindeverwaltung und von der Kirchenfabrik sowie von privaten Spenden von Pfarrangehörigen. Das Projekt wird zudem vom „Service des Sites et Monuments Nationaux“ unterstützt. Im Rahmen dieser Renovierungsarbeiten wurde ebenfalls nahe dem Taufbecken ein kunstvoller Schrein angebracht, in dem die heiligen Öle (Chrisam, Katechumenenöl und Krankenöl) nun aufbewahrt werden.